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WORKSHOPS zu den Themen Diversität und machtkritische Sprache - Fortbildungsangebot des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung unternimmt seit 2016 eine diversitätsorientierte Weiterentwicklung, um die Vielfalt der Berliner Kulturellen Bildungsszene ebenfalls in seiner Förderpraxis widerzuspiegeln. Dazu gehören regelmäßige Fortbildungsangebote zum Thema. 
Die vierstündigen Formate sind kostenfrei und werden jeweils zwei Mal angeboten.

I. Do it! Handlungsmöglichkeiten für Diversität in der Praxis der kulturellen Bildung
•    Montag,     13. November, 15:30 – 19:30Uhr 
•    Donnerstag,     23. November, 15:30 – 19:30Uhr 
mit Cora Guddat und Shanti Suki Osman

Theoretisches Wissen über Diversität und Machtverhältnisse und ein bewusster Umgang damit sind in der Kulturellen Jugendarbeit mehr als notwendig, jedoch fehlt es oft an Methoden der praktischen Umsetzung. Wie kann in der Praxis bereits vorhandenes theoretisches Wissen genutzt und umgesetzt werden? Welche Stolpersteine gibt es und wie wäre ein möglicher Umgang damit? Gibt es sowas wie Best-Practice-Projekte oder müssen Fragen immer wieder neu verhandelt werden?
Der Workshop richtet sich an Menschen, die im Bereich der Kulturellen Bildung arbeiten und in der Praxis verankert sind. Gemeinsam sollen sowohl unterschiedliche erfahrene Machtverhältnisse analysiert, als auch Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden. 

II. Mach(t) Sprache kritisch! 
•    Donnerstag     09. November, 15:30 – 19:30Uhr 
•    Dienstag     21. November, 15:30 – 19:30Uhr 
mit Nils Erhard und Susan Truong

Sprache machtkritisch zu hinterfragen ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturellen Bildung. Bereits im Antragsverfahren, jedoch auch im gesamten Projektablauf bis hin zur Umsetzung in der Praxis, kann Sprache sowohl Zugang als auch Ausschluss bedeuten. Was nützen Schlagwörter wie beispielsweise Partizipation, Chancengleichheit oder Diversität, wenn dabei keine differenzierte Position und Haltung eingenommen wird. Welche Wege gibt es Sprache zu hinterfragen und sie auf ihre Machtverhältnisse hin zu überprüfen? Welche Methoden  und Erfahrungen können miteinander geteilt und wie kann diskriminierungsfreie Sprache verstanden werden? Diese und weitere Fragen stellen die Grundlagen des Workshops und bieten Raum für einen Austausch zwischen verschiedenen Akteur*innen der Kulturellen Bildung. 

Weitere Informationen
Ort: Podewil, Klosterstraße 68, 10179 Berlin.
Die Teilnehmendenanzahl ist begrenzt, Anmeldung mit Angabe von Workshop und Wunschtermin per E-Mail an Frau Sarah Schaaf (s.schaaf@kulturprojekte.berlin)

Cora Guddat ist Theaterpädagogin und Schauspielerin. Sie ist seit vielen Jahren in der politischen Bildungsarbeit in Berlin tätig und gründete dieses Jahr die Rabenakadeie e.V ein Verein für politische Bildung an Schulen.
 
Shanti Suki Osman ist Musikpädagogin und Künstlerin. Sie arbeitet mit Radio, Gesang und Sound und forscht unter anderem zu den Themen dekolonialer Sound und Empowerment der PoC Frauen* in populärer Musik.

Nils Erhard ist seit 2013 Teil des Leitungsteams im JugendtheaterBüro Berlin und ist dort u.a. verantwortlich für den Bereich Dramaturgie, Antragstellung, die Koordination des Projektes KulTür auf! und die Projektfinanzierung und arbeitet freiberuflich als Trainer in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Er studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Bildungssoziologie in Berlin und London.

Susan Truong arbeitet seit 2014 in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Als Sinologin setzt sie sich in ihren Arbeiten überwiegend mit den Themen Flucht & Asyl, Diskriminierungen, Empowerment, Teambuilding und NSU-Komplex auseinander. Sie teamt u.a. bei der Landeszentrale für politische Bildung Berlin, bei der Heinrich-Böll-Stiftung und in der DGB Jugendbildungsstätte. 
 
Der Berliner Projektfonds fördert mit jährlich bis zu 2.75 Mio. € künstlerische Bildungsprojekte von und mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre. Die Projekte finden immer in Zusammenarbeit zwischen einem Kunst-/Kulturpartner und einer Bildungs- oder Jugendeinrichtung statt. Die Teilnehmenden verhandeln anhand künstlerischer Zugänge und Konzepten ihre Lebenswelten und Themen. Dabei werden Vorhaben favorisiert, die die Teilnehmenden im Projektverlauf als aktiv gestaltende Akteur*innen begreifen sowie die einen wertschätzenden Umgang mit Diversität pflegen.

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