Nähe gestalten: Professioneller Umgang mit Berührung
Musizieren ist eine körperliche Kunst. Beim Spielen von Instrumenten und Singen entwickeln wir nicht nur Technik, sondern auch Bewegungsgefühl, Eigenwahrnehmung und musikalischen Ausdruck. Körpernahes Handeln und Berührung können dabei im Unterricht ein wertvoller methodischer Zugang sein – gleichzeitig bergen sie die Gefahr von Grenzverletzungen und Übergriffigkeit.
Der Workshop beleuchtet das Spannungsfeld von Nähe und Distanz: Wie lassen sich Grenzen wahrnehmen und respektieren? Wie können übergriffige Situationen und Machtmissbrauch verhindert werden? Und wie gelingt Unterricht auf Augenhöhe? Welche Unterstützung bieten Schutzkonzepte, Verhaltenskodizes und das kollegiale Miteinander an Musikschulen?
Im Workshop richten wir zugleich den fachlichen Blick auf körpernahes Unterrichten: Welche Funktionen können Berührungen haben? In welchen Kontexten erscheint uns ihr Einsatz sinnvoll, und warum? Was macht eine Berührung methodisch qualitätvoll? Welche Alternativen zur unmittelbaren Berührung können wir entwickeln?
Jenseits von Tabus suchen wir im offenen Austausch nach verantwortungsvollen Strategien, schärfen unsere Sensibilität und stärken die fachliche Sicht auf körpernahes methodisches Handeln, um klar begründbare Umgangsweisen zu entwickeln. Praktisches Ausprobieren gehört dazu: Die Teilnehmenden bringen nach Möglichkeit ihre Instrumente mit und bearbeiten in Kleingruppen eigene fach- oder instrumentenspezifische Fragestellungen, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Veranstaltungsort Tag 1: Landesmusikakademie Berlin
Veranstaltungsort Tag 2: Musikschule Fanny Hensel, Zweigstelle Tiergarten, Turmstraße 75, 10551 Berlin 4. Etage, Konzertsaal
In Kooperation mit der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
12459 Berlin
83,50 Euro
für Lehrkräfte der bezirklichen Musikschulen Berlins: 15,00 Euro
Phase 1
18.04.2026 10:00-17:00
Phase 2
18.05.2026 10:00-13:00