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Immer auf Augenhöhe?! Machtkritische Ansätze innerhalb der kulturellen Bildungsarbeit

Donnerstag, 26. April 2018
Einlass ab 18:30 Uhr
Beginn 19:00 Uhr
im Podewil

Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache. Hinweis: Es wird nur an einem der Thementische eine Übersetzung in DGS geben.

Begriffe wie Diversität, Inklusion oder diskriminierungssensible Jugendarbeit wurden in den letzten Jahren in der Kulturellen Bildung häufig verwendet. Außerdem wurden in zahlreichen Veranstaltungen die Ausschlüsse in Kulturinstitutionen diskutiert. Engagierte Akteur*innen der Kulturellen Bildung haben diskriminierungskritische Weiterbildungen besucht, um ihre Arbeitspraxis zu verbessern. Aber wie lassen sich machtkritische Ansätze im Arbeitsalltag nachhaltig umsetzen? Und haben wir dasselbe Verständnis von Diversität?

Im Zuge der Diversitätsentwicklung wurden neue Servicestellen und Förderprogramme für den Kulturbetrieb eingerichtet. Manche davon arbeiten jedoch unter dem Label „Kulturelle Integration“ – einem Begriff, der nahelegt, eine bestimmte Gruppe müsse eine Integrationsleistung erbringen, also sich an vorherrschende kulturelle Normen anpassen. Doch eine machtkritische Praxis unterscheidet sich grundsätzlich von Ansätzen der kulturellen Integration. Wenn strukturelle Ungleichheit nicht adressiert wird, wird sich der Kulturbetrieb und die Kulturvermittlung nicht nachhaltig verändern.

Mit der Veranstaltung „Immer auf Augenhöhe?!“ möchten der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung und Diversity Arts Culture – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung sich machtkritischen Ansätzen in der kulturellen Bildungsarbeit widmen und Best Practice Beispiele aus der Community-basierten Empowermentarbeit vorstellen. Nach verschiedenen Inputs haben Teilnehmende die Möglichkeit, an Thementischen gemeinsam mit den Referent*innen konkrete Umsetzungsvorschläge für die eigene Praxis zu erarbeiten. Es wird daher dazu eingeladen, Fragestellungen bezüglich machtkritischer Kultureller Bildung, Diskriminierungssensibilisierung oder Selbstermächtigung von jungen Menschen, die sich in der eigenen Arbeit ergeben haben, zu der Veranstaltung mitzubringen Die mitgebrachten Fragestellungen können dann an den Thementischen diskutiert werden.

Programm

18:30    Einlass

19:00    Begrüßung
Yasmina Bellounar & Sarah Schaaf, Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung   
Bahareh Sharifi & Lisa Scheibner, Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung

19:15  Inputs (á 10 min)

Gedanken zu Diskriminierung in Institutionen der Kulturellen Bildung
Anja Schütze, Bundesvereinigung Kultureller Kinder- und Jugendbildung

Community-basierte Empowermentarbeit mit Schwarzen Jugendlichen
Yemisi Babatola, Each One Teach One

Entmächtigung und Ermächtigung aus tauber Perspektive
Andreas Döltgen, freiberuflicher Entwickler für Projekte mit Gebärdensprache

Trust yourself – so geht Ermächtigung!
Jacques Klement, StreetUniverCity Berlin

20:00    Thementische

20:45    Präsentation der Maßnahmen durch die Referent*innen

Gesamtmoderation: Marwa Al-Radwany, Initiative Grenzen-Los! e.V.

Hier geht’s zum Facebook-Event.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird unter http://bit.ly/2Jnq3NG  bis zum 18. April gebeten.

Veranstaltungsort
Podewil
Klosterstraße 68 10179 Berlin

Das Podewil ist bedingt barrierefrei. Zugang über Rampe und Fahrstuhl, Unterstützung bei Türöffnung möglich. Ein barrierefreies WC und eine Rampe in den Hof sind vorhanden. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne unter Tel 030 247 49 700.

Wir möchten darauf hinweisen, dass bei der Veranstaltung zu Dokumentationszwecken Fotos gemacht werden. Auf Nahaufnahmen wird verzichtet.

Immer auf Augenhöhe?! ist Teil der Veranstaltungsreihe im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

„Immer auf Augenhöhe?!“ ist eine Kooperationsveranstaltung des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung mit Diversity Arts Culture – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung. Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung und Diversity Arts Culture sind Projekte der Kulturprojekte Berlin GmbH, gefördert mit Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.