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10 Jahre Kinder zum Olymp!

Bundespräsident Joachim Gauck übergibt den Hauptpreis der Bildungsinitiative.

10. September 2014


Bei der Preisverleihung am 19. September 2014 werden in der Berliner Philharmonie 28 Preisträgern die begehrten Auszeichnungen des bundesweiten Wettbewerbs überreicht.

Zum 10-jährigen Jubiläum von Kinder zum Olymp! wird der Jubel unter den rund 400 Schülern, Lehrern, Künstlern und Kulturschaffenden besonders groß sein: Aus den Händen von Bundespräsident Joachim Gauck und Sylvia Löhrmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, empfangen die diesjährigen 28 Preisträger ihre Auszeichnungen für besonders gelungene kulturelle Projekte von Schulen und ihren Kulturpartnern.

In der Berliner Philharmonie vergibt die Kulturstiftung der Länder gemeinsam mit der Deutsche Bank Stiftung zum zehnten Mal die mit insgesamt 34.000 Euro dotierten Preise an erfolgreiche Tanz-, Theater-, Literatur,- Musik und Kunstprojekte aus u.a. Offenburg, Starnberg, Stralsund, Hennigsdorf, Bremen, Hamburg, Berlin und München, Münster, Stuttgart, Trier, Kaarst, Wetter an der Ruhr, Siegen, Ermsleben sowie an ein Projekt aus Luxemburg. Bundespräsident Joachim Gauck – Schirmherr der 2003 gegründeten Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! – eröffnet am 19. September um 12 Uhr den zweistündigen Festakt, der in der Verkündung des noch geheimen Hauptpreisträgers gipfelt. In diesem Jahr gingen 675 Projekte mit insgesamt 31.500 Schülern ins Rennen um die vielbeachteten Auszeichnungen, die von Fachjurys den besten Projekten in acht Kategorien zuerkannt wurden. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Leipziger Ensemble „Atonor“ – Gewinner beim ersten Kinder zum Olymp!-Wettbewerb 2005; die von den Jurys gewählten Anwärter auf den Hauptpreis präsentieren zudem Kostproben ihrer Projekte.

Seit nunmehr zehn Jahren prämiert die Kulturstiftung der Länder Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Kulturpartnern und zollt damit Anerkennung: den vielen Künstlern, die sich für mehr Kunst an Schulen engagieren, den Kultureinrichtungen, die den Kindern und Jugendlichen ihrer Region die Vielfalt der Kultur vermitteln, den Schulleitern und Lehrern, die von den Lerneffekten kultureller Bildung überzeugt sind, sowie den Schülern, die sich in kreative Abenteuer stürzen. „Als wir vor einem Jahrzehnt Kinder zum Olymp! ins Leben riefen, waren Initiativen zur kulturellen Bildung in Deutschland noch rar gesät. Heute beweist nicht zuletzt unser Wettbewerb, dass neben den hohen Bewerberzahlen gerade auch die Qualität der vielen Kooperationsprojekte stetig wächst“, resümiert Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. „Doch noch ist unser Ziel, die kulturelle Bildung fest in den Lehrplänen zu verankern, nicht überall erreicht: Jedes Kind, jeder Jugendliche sollte die Möglichkeit haben, in der Schule künstlerische und kulturelle Erfahrungen zu sammeln.“   

Ins Rennen um den Hauptpreis gehen sechs Spartenbeste:

Städtisches St.-Anna-Gymnasium, München, mit u.a. den Architektinnen Ulla Feinweber und Miriam Mahlberg und der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG
Leerstand künstlerisch bekämpft: 20 Schüler eroberten ein verwaistes Haus, verwandelten es in ein kreatives „Wohnlabor“ und bespielten die Räume mit eigenen bildnerischen Werken.

Oberschule am Leibnizplatz, Bremen, mit Katrin Jahn und Andrea Lühmann
„Gestern Hipster, heute Punk“: 15 Schüler plünderten ihre Kleiderschränke und den Flohmarkt, schlüpften in verschiedene Jugendkulturen und inszenierten hochprofessionelle Fotografien.

IGS Grünthal, Stralsund, mit Perform[d]ance e.V. und dem Theater Vorpommern
Rockband trifft Orchester: 80 Schüler wirbelten bis zu sieben Stunden täglich mit internationalen Tanzprofis über die Bühne bei den Proben für ihr Stück „Mein Name ist Mensch“, einer tanzkünstlerischen Hommage an die Rockband „Ton Steine Scherben“.

Gymnasium Paulinum und Geistschule, Münster, mit Cactus Junges Theater Münster 
Himmlisch-höllisches Schulspektakel: 400 Schüler entwickelten über ein Jahr musikalische Szenen zu Leben und Sterben, Sinnsuche und Vergebung. Ihre Aufführung wurde von pyrotechnischen Höllenexplosionen und göttlichen Nebelschwaden der Chemie-AG begleitet.

Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Siegen, mit dem Leseclub und Junges Theater Siegen
„Ein Stück Liebe“ fabuliert: 60 Schüler schrieben – frustriert vom Literaturkanon – eigene Szenen, Songs und Gedichte über Liebe und präsentierten sie mit den Musikensembles der Schule.

Sieben Luxemburger Schulen mit u.a. dem KulturzentrumCarréRotondes, Centre Culturel Régional Dudelange opderschmelz und Ministère de l’Education National Luxembourg
Schillers „Räuber“ umgeformt performt: 85 Schüler dichteten, rappten, mimten, tanzten, jonglier-ten, sangen und entwarfen die Kostüme für ihr mehrsprachiges Theaterstück „La Poupée Bleue“.

Die Gewinner im Kurzportrait

Mehr Informationen: http://www.kulturstiftung.de

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