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Ein Jahr Bonus-Programm für Berliner Schulen

29. Januar 2015


Aus der Sitzung des Senats am 27. Januar 2015:
Im ersten Projektjahr des Bonus-Programms wurden von allen 219 beteiligten Projektschulen über 2.272 Verträge mit externen Partnern abgeschlossen und umgesetzt. Dafür wurden rd. 12,4 Mio. € einschließlich Sachmittel ausgegeben. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus über die Umsetzung des Programms für Schulen mit hoher sozialer Belastung hervor, den der Senat auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, beschlossen hat.

Während einige Schulen bereits Erfahrungen mit externen Kooperationspartnern und anderen Förderinstrumenten hatten, betraten die meisten Schulen mit den frei verfügbaren Mitteln Neuland. Die Schulgemeinschaften haben sich insbesondere dafür Zeit genommen, sinnvolle Zielstellungen zu entwickeln und die vertraglichen Voraussetzungen in Eigenverantwortung zu schaffen. Inzwischen ist das Bonus-Programm in bunter Vielfalt in den Schulen angekommen, wo es nach Bedarf unterschiedlich umgesetzt wird:

• Schulsozialarbeit (Schulstationen, soziales Lernen, Mediatoren/Streitschlichtung, Vermeidung von Schuldistanz) in Verbindung mit verstärkter Elternarbeit (Elternlotsen, Elterncafé, Sprachmittler und -mittlerinnen für Elterngespräche und Elternabende),
• Lernumfeldgestaltung in Verbindung mit geplanten Projekten wie Schulbibliotheken, Medienbibliotheken, Lernwerkstätten, Räumen für forschendes Lernen im Ganztagsbereich, 
• Gestaltung von Trainingsräumen für Konfliktbearbeitung sowie Konfliktlösungstraining für Schülerinnen und Schüler, 
• zusätzliche musische und kulturelle Angebote in Verbindung mit Sprachbildung und Sprachförderung oder sozialem Lernen (Zirkusprojekte, Theaterworkshops, Schulorchester, Geschichtsprojekte), 
• Lerncoaches, Lerntherapeuten als zusätzliche Unterstützung für Schülerinnen und Schüler einschließlich Fortbildung für Lehrkräfte 
• Fachkräfte für Coaching und Schulentwicklung zur konzeptionellen Entwicklung oder/und zur Steuerung der Prozesse der Schulentwicklung in Bezug auf die geplanten Projekte, zur Teamentwicklung oder zu Unterrichts-entwicklungsprozessen.

Das Bonus-Programm startete im Februar 2014 an 219 Berliner Schulen mit dem Ziel, die Bildungschancen an Schulen in belasteten Sozialräumen zu verbessern und den Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss zu senken. Damit soll die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft deutlich verringert werden. Das 15 Mio. € starke Programm unterstützt Grundschulen, Integrierte Sekundarschulen, Gymnasien und Förderzentren, die einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern haben, deren Eltern von der Lernmittelzuzahlung befreit sind.

Eine Besonderheit des Programms ist der wachsende leistungsabhängige Anteil der zur Verfügung stehenden Mittel und die Eigenständigkeit der Schulen bei der Entscheidung zum Einsatz der Mittel. Schulen entwickeln schulbezogene Zielstellungen auf der Grundlage ihrer konkreten Ausgangsbedingungen. In einem Zielvereinbarungsprozess mit der Schulaufsicht setzen sie Schwerpunkte, die aus der konkreten Schulsituation erwachsen, und legen Kriterien fest, woran der Entwicklungsfortschritt gemessen wird.

Das Verfahren zur Umsetzung des Programms und seine Wirksamkeit werden durch das Deutsche Institut für pädagogische Forschung extern evaluiert.

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