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SPD-Fraktion will Berliner Jugendkunstschulen im Schulgesetz verankern

14. Juli 2015

SPD-Fraktionschef Raed Saleh und der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Torsten Schneider, haben im Rahmen eines Besuchs der Jugendkunstschule Pankow in der Neuen Schönholzer Straße eine Verbesserung der Bedingungen von Lehrkräften in Berlins Jungendkunstschulen angekündigt. Jugendkunstschulen sind außerschulische Einrichtungen der kulturellen Bildung speziell für Kinder und Jugendliche. Sie geben Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Kreativität durch die Zugänge zur Kunst und Kultur. Bisher variieren die Ausstattungen von Schule zu Schule und sind von den Bewilligungen der Bezirke abhängig. Bei der Besetzung der Lehrkräfte werden die Schulen von der Senatsverwaltung für Bildung unterstützt.

Die Politiker ließen sich vor Ort die Tätigkeiten der Pädagogen und Kunstschaffenden mit Kindern und Jugendlichen zeigen. So gab es Einblicke in verschiedene Kunstwerkstätten sowie Theater- und Filmkurse. Im Anschluss wurde bekanntgegeben, dass die SPD-Fraktion die Berliner Jugendkunstschulen im Schulgesetz langfristig sichern möchte. Geplant sind ein Antrag zur Änderung des Schulgesetzes in der Fraktion und eine Aufstockung der Honorarmittel. Die Jugendkunstschulen würden durch die Verankerung im Schulgesetz zu einer Pflichtaufgabe in allen zwölf Bezirken.

Raed Saleh bekräftigte: „Wir müssen Bildung weiter denken. Bildung heißt auch, Kreativität zu fördern und dafür zu sorgen, dass Mädchen und Jungen ihre Stärken entdecken können. Die Berliner Jugendkunstschulen leisten eine beeindruckende Arbeit und brauchen Planungssicherheit.”

Das „Berliner Modell“ der Jugendkunstschulen ( Einsatz von Lehrer_innen ) im überschulischen und außerschulischen Bereich scheint damit für alle 12 Bezirke Berlins gesichert zu sein( zurzeit gibt es 10 bezirkliche Jugendkunstschulen unterschiedlicher Größe, zwei befinden sich im Aufbau).

Nach ca. dreißigjähriger Jugendkunstschularbeit in Berlin ist diese gesetzliche Initiative bedeutend für die kontinuierliche Absicherung kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche und indirekt auch eine Würdigung der bisherigen  kreativen Angebote und Kooperationen, besonders mit den Regelschulen.

Auch die Leiterin der JUKS Pankow, Ines Lekschas, bewertete diesen Entschluss positiv: „Die dauerhafte Sicherung ist ein Meilenstein in der Geschichte der Jugendkunstschulen. Die Jugendkunstschule Pankow gibt es seit 22 Jahren. Wir freuen uns über die Bestätigung für unsere Arbeit.”

Die JUKS Pankow bietet  Kurse und Workshops in den künstlerischen Techniken Malerei, Grafik, Druck, Bildhauerei, Bauen, Keramik, Fotografie, Video, digitale Medien, Mode und Theaterspiel an. Auch eine Verzahnung von Regelschule und Kunstschule wird über die Rahmenlehrpläne für Bildende Kunst sichergestellt. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit liegt in der  Förderung künstlerisch begabter  Schüler*innen, die sich für ein Studium an einer Kunsthochschule interessieren.

SPD-Fraktion will Berliner Jugendkunstschulen im Schulgesetz verankern

SPD-Fraktionschef Raed Saleh und der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Torsten Schneider, in der JUKS Pankow. Bildquelle: Torsten Schneider

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