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Mustafa Akça über Interkultur an der Komischen Oper Berlin

„Ein Türke allein macht noch keinen Sommer“

Ein Türke allein noch keinen Sommer, aber durchaus einen Frühling in einer Institution der Hochkultur wie der Komischen Oper Berlin. Mit mir, einem türkischen Kreuzberger der dritten Generation, sollte im Jahr 2011 der interkulturelle Frühling eingeläutet werden. Da ich zu jenem Zeitpunkt noch der einzige türkische Mitarbeiter war, ging es mir nicht anders als anderen Gruppenvertretern, die sich allein in ein Mehrheitsterrain vorwagen. Die Tatsache, dass ich Türke und gleichzeitig ein echtes Berliner Kindl bin, fiel oft nicht ins Gewicht. Bisweilen wurde ich weniger als Individuum wahrgenommen, sondern mehr mit den Vorstellungen und Phantasien behängt, die man einem typischen Vertreter der migrantischen Community zuschreibt. Teilweise war mir, als laste das abendländische Bild des gesamten Orients auf mir. Für dessen unglaubliche Vielfalt bin ich natürlich kein Experte.

Aller Anfang ist schwer, manchmal auch der Frühling. Mein unbefangener Blick von außen kann bereichern, aber auch verstören. Tatsächlich spüre ich in der Zusammenarbeit mit meinen Kollegen bisweilen auch interkulturelle Reibungen: Ist ein unterschiedlicher Umgangsstil dafür verantwortlich? Unkenntnis über die Kultur des jeweils anderen? Gedankenlosigkeit oder Unbedarftheit bei durchaus gutem Willen? Wichtig scheint mir am Ende vor allem zu sein, aus derlei Reibungen einen kreativen Funken zu schlagen.

Den Freiraum und die Unterstützung, die mir an der Komischen Oper Berlin für meine Arbeit geboten werden, möchte ich nutzen, um den anfänglichen Frühling immer mehr zu einem Sommer werden zu lassen. Dazu gehört die Sensibilisierung aller Mitarbeiter der Institution für die migrantische Gesellschaft, in der wir heute leben. Scheinbare Selbstverständlichkeiten werden aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und manchmal auch in Frage gestellt,  Projekte dialogisch mit dem potentiellen Publikum entwickelt, anstatt dieses von oben zu beglücken. Die Personalbesetzung wird sich ändern und dadurch irgendwann einmal die gesellschaftliche Vielfalt widerspiegeln. Schon heute fühle ich mich von der Bürde, den gesamten Orient vertreten zu müssen, dadurch entlastet, dass es türkisch-arabische Chorkinder sowie türkische Mitglieder im Ensemble gibt. Der Sommer liegt in der Luft ...

Text: Mustafa Akça, Projektleiter von SELAM OPERA!

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