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E-Publikation "Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung"

Selbstbestimmung geht über die Überwindung bzw. Abwesenheit von äußerem Zwang hinaus. Sie erfordert positives Bewusstsein über Möglichkeiten eigenen Handelns mit einem Spektrum von Anpassung bis Ausbruch. Geschlechtliche Selbstbestimmung schließt Abweichung, Veränderung und Deutungshoheit über körperliche Geschlechtsmerkmale ein.

In der E-Publikation "Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung" wird Selbstbestimmung im sexualwissenschaftlichen Diskurs aus akademischer und aktivistischer Perspektive betrachtet. Die Beiträge beleuchten Aspekte von Inter- und Transsexualität, Asexualität, Sexualität unter Haftbedingungen, im Kontext von Behinderung sowie außerhalb heterosexueller Paarbeziehungen. Die Beiträge geben einen Ausblick auf die Zukunft und tragen dazu bei, gängige Denkschablonen zu überwinden.

Der  Sammelband  wählt explizit die Dreiteilung der das Geschlechtliche betreffenden Selbstbestimmung: die Geschlechtliche, sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung. Vorgebeugt werden soll damit insbesondere einem  Verständnis von Sexualität, in dem Reproduktion/Fortpflanzung hoch gewichtet ist. Gleichzeitig werden für das Themenfeld der Reproduktion (hier als Fortpflanzung verstanden) auch aktuelle Entwicklungen sichtbar, die diesbezügliche Selbstbestimmung zunehmend einschränken – wie Reproduktionstechniken, die zentral die Entscheidungsfindung von schwangeren Personen und werdenden Eltern beeinflussen, oder ein restriktiveres Abtreibungsrecht. Aber auch für Fragen geschlechtlicher sowie sexueller Selbstbestimmung widmet sich der Sammelband schwerpunktmäßig den Bereichen. In Bezug auf geschlechtliche Selbstbestimmung: Trans*-Geschlechtlichkeiten und Intersexualitä sind im gesellschaftlichen Umgang in Deutschland weitreichender Reglementierung, Fremdbestimmung und Stigmatisierung unterworfen. In Bezug auf gsexuelle Selbstbestimmung: Bzgl. sexuellem Begehren und Möglichkeiten, dieses auszuleben, fokussiert der Sammelband auf noch selten thematisierte Bereiche. Asexualität kommt, angestoßen durch asexuelle Aktivist_innen, erst seit einigen Jahren und zögerlich in den Blick wissenschaftlicher Betrachtung und findet erst nach und nach auch in emanzipatorischen aktivistischen Bereichen anderer Themenfelder Beachtung.

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