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Aufruf "Für ein Europa der Vielen! Solidarität statt Privilegien! Die Kunst bleibt frei!“

13. März 2019

Der Zusammenschluss „Die Vielen“ ruft unter dem Motto „ Für ein Europa der Vielen! Solidarität statt Privilegien! Die Kunst bleibt frei!“ eine Woche vor der Europawahl bundesweit zu „Glänzenden Demonstrationen“ auf.  

Mittlerweile haben an die 2000 Kunst- und Kulturinstitutionen mit ihren Aktiven aus der Kulturlandschaft eine Debatte zur Freiheit der Kunst und zur Fortentwicklung der offenen Gesellschaft angestoßen. Auch Kulturprojekte Berlin und LKJ Berlin e.V.  zählen zu den Mitunterzeichner*innen und Kubinaut als Projekt beider Einrichtungen unterstützt diese Kampagne der Solidarität, Schönheit, Vielfalt und gesellschaftspolitischen Verantwortung der Kunst. Sie ist eine Antwort auf gezielte Angriffe gegen die Kunst- und Kulturlandschaft durch rechtspopulistische und -extreme Parteien und Gruppierungen. Die Forderungen über eine zu verordnende nationale „Staatskunst“ der Rechtsextremen versandet in der Vielfalt unserer Kunstlandschaft. Die regionalen Gruppen der ERKLÄRUNG DER VIELEN führen Veranstaltungen und Diskussionen durch, starten Aktionen und Kampagnen. Am Sonntag, den 19. Mai 2019 werden in mehreren Städten bundesweite Glänzende Demonstrationen für ein „EUROPA DER VIELEN“ stattfinden.

In Berlin startet die Glänzende Demonstration um 12.00 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz, vorbei an mehreren Kunst- und Kultureinrichtungen, vor denen Künstler*innen aus europäischen Ländern sprechen werden, die bereits durch Regierungsbeteiligungen nationalistischer und rechtsextremer Parteien unter Druck geraten sind und deren Länder die Freiheit der Kunst schon länger nicht mehr garantieren. Im Aufruf heißt es hierzu: Die Einschränkung der Kunstfreiheit ist in Ländern Europas wie der Türkei und Russland, aber auch innerhalb der Europäischen Union in Ungarn oder Polen, bereits bittere Realität. Die Bedrohung der Kunstfreiheit ist auch in Italien oder Österreich nicht unrealistisch. Auch in Deutschland sowie in weiteren EU-Staaten könnte die Kunstfreiheit durch nationalistische oder rechtsautoritäre Regierungsbeteiligungen in Gefahr geraten.

Die Länder der Europäischen Union bilden selbst eine Vielfalt der Lebensentwürfe und Kulturen ab. Ihre politische Ausgestaltung muss getragen werden von der Idee eines Europas der VIELEN. Ein solidarisches Europa, das sich nicht immer weiter abschottet, sondern sichere Zugänge schafft, für Menschen aus nicht-europäischen Ländern, die hier leben wollen. Auch Künstler*innen, Intellektuelle, Andersdenkende und Menschen mit anderen Lebensentwürfen werden aus Ländern Europas und Orten in der ganzen Welt zur Emigration gezwungen. Asylrecht und Freizügigkeit wie die Kunstfreiheit sind miteinander verbunden - Kunst entsteht nicht innerhalb nationaler Grenzen. In den unterschiedlichen Verfassungen und in der Erklärung der Menschenrechte wird das Asylrecht wie die Kunstfreiheit benannt. Beide sollen den Anforderungen eines Europas der Vielen, auch der Vielen aus nicht-europäischen Ländern, ein Leben in Würde sicherstellen. Sichere Fluchtwege, Solidarität und eine offene Gesellschaft gehören für uns unteilbar zusammen mit dem „Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen ...“ wie es in der Erklärung der Menschenrechte heißt.

Aufruf "Für ein Europa der Vielen! Solidarität statt Privilegien! Die Kunst bleibt frei!“
©DieVielen e.V.
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