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Zusammenfassung: Kulturagenten Berlin - die Konferenz mit dem Doppelpunkt

Am 2. März 2020 fand die Kon:ferenz des Programms Kulturagenten für kreative Schulen Berlin statt. Mehr als 100 Akteur*innen aus Schule, Kunst und Kultur kamen dafür im HAU Hebbel am Ufer, der Jugendkunstschule Fri-X Berg und den Räumen der DKJS zusammen. In Workshops, kreativen Werkstätten und Gesprächsrunden widmeten sie sich der Frage: Wie können wir von- und miteinander lernen?

Ein Thema, das wunderbar zum aktuellen Schuldiskurs passt, freut sich Sigrid Egidi-Fritz, Referatsleiterin für schulartenübergreifende Angelegenheiten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin in ihrer Begrüßungsrede. Auch Annemie Vanackere, Intendantin und Geschäftsführerin des HAU Hebbel am Ufer betont den Stellenwert von Kunst, Kultur und kultureller Bildung in unserer heutigen digitalisierten Zeit und freute sich in ihren Grußworten auf einen spannenden Tag.

Streit_Kultur – denn auch Streit gehört an die Schule

Die Kulturagenten-Schulen erproben schon seit einigen Jahren, gemeinsam mit außerschulischen Partner*innen sowie den Kulturagent*innen, neue Wege des Lernens im Feld der Kulturellen Bildung. Beteiligt an den Projekten sind natürlich immer auch die Schüler*innen – deshalb kommen sie nicht nur zu Beginn der Kon:ferenz als Stimmen aus dem Off zu Wort, sondern sind im Laufe des Tages immer wieder als Expert*innen gefragt.

Sowie Ada, die Poetry Slammerin, die in ihrer Performance deutlich macht, wie sie sich beim Lernen in der Institution Schule fühlt. Oder die Schülerinnen der Rosa-Parks-Grundschule, die in einem Workshop gemeinsam mit der Choreografin Jo Parkes die Teilnehmenden dazu anleiten, tanzend zu ergründen, wie sie sich fühlen, wenn jemand sie beschimpft. Wie der Kopf schwer wird oder die Wut einen auffrisst.

Streit war überhaupt ein Thema auf der Kon:ferenz. Denn auch Streit gehört an die Schule. In STREIT_Felder lädt das FELD Theater für junges Publikum zu einem offenen, performativen Diskurs über die Bedeutung von Streitkultur als Thema für künstlerisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen ein. Denn auch richtig streiten will gelernt sein und aus einem echten Streit kann man wiederum auch etwas lernen.

Der Vermeidung von Langweile in kulturellen Projekten widmete sich Matthias Vogel in seinem Impulsvortrag und hatte einige interessante, aber auch durchaus streitbare Tipps für die Zuhörenden parat – das Überschreiten von Grenzen und Spielen mit Tabus.

Hinter der Praxis – Kulturelle Bildung verstetigen und organisieren

Auch in den Pausen können sich die Teilnehmenden in Sitzecken und Teestuben austauschen, Filme aus Projekten anschauen oder Audioaufnahmen und Kompositionen lauschen. Außerdem warten in der Fotobox Fragen auf visuelle Antworten ohne Worte: Was muss man eigentlich lernen? Wie hast du dich an deinem ersten Schultag gefühlt? Oder kann Lernen Spaß machen?    

Die Kon:ferenz widmet sich aber nicht nur dem praktischen Voneinanderlernen. Auch die Hintergründe und Strukturen spielen eine Rolle: Wie kann Kulturelle Bildung verankert werden? Was machte gute Kooperationen aus? Und wie können wir die gesamte Schule mitnehmen?

In Gesprächsrunden und Debatten diskutieren die Teilnehmenden gemeinsam mit den Kulturagentinnen und Agenten des Programms Herausforderungen, Erfahrungen und Ziele im Feld der Kulturellen Bildung.

Herzlich Willkommen – neue Kulturagenten-Schulen

Neben der thematischen Arbeit in den Workshops und Gesprächsrunden begrüßte das Programmteam außerdem elf neue Schule im Programm Kulturagenten für kreative Schulen in Berlin. In der extra eingerichteten Teestube hatten diese die Gelegenheit, sich kennenzulernen und erste Fragen zum Programm zu stellen. „An unserer Schule passiert schon einiges in Richtung künstlerisches und kulturelles Arbeiten. Wir haben aber noch viel mehr Ideen. Und freuen uns deshalb auch sehr, jetzt bei den Kulturagenten dabei zu sein“, betont die Kulturbeauftragte einer der  frischgebackenen Kulturagenten-Schule.

Das Programm Kulturagenten für kreative Schulen Berlin in der Trägerschaft der DKJS wird alleinig durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin gefördert. Insbesondere möchte das Landesprogramm zukünftig noch mehr Schulen beteiligen und die Qualität der erfolgreichen Bausteine sichern. Das vielfältige Erfahrungswissen erlebt eine weitreichende Multiplikation durch die Kulturagentinnen und Kulturagenten sowie durch die Programmschulen, die ihr Wissen Peer-To-Peer an andere weitergeben.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.kulturagenten-berlin.de

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