Open Call:
Bist du kreativ, künstlerisch tätig? Wirst du nicht ernst genommen, weil du jung bist? In einer Welt von sogenannten Erwachsenen dürfen junge Menschen oft an Entscheidungen, die sie und die Welt betreffen, nicht teilhaben. Sie werden oft nicht als vollwertiger Teil der Gesellschaft verstanden, bis sie aus ihrer Kindheit „erwachsen“. Auch in Kunst und Kultur gibt es viele Vorurteile gegenüber Kindern, Jugendlichen und jungen sogenannten Erwachsenen. Die Diskriminierung gegen junge Menschen aufgrund ihres Alters heißt auch Adultismus.
Kulturelle Projekte ermöglichen es, sich selbst auszudrücken, Geschichten zu erzählen und Meinungen zu formulieren. Oft entscheiden jedoch Leute, die selbst gar nicht jung sind, welche Projekte, Ideen und Angebote für junge Menschen finanziert und umgesetzt werden! Auch Wissen über das Thema kommt meist von sogenannten “erwachsenen“ Menschen. Von kultureller Teilhabe und Mitbestimmung sind sie oft ausgeschlossen - mehr noch, wenn noch weitere Diskriminierungserfahrungen, wie z. B. Rassismus, Klassismus oder Ableismus, dazukommen.
Deshalb suchen wir nach Beiträgen über Adultismus in der Kulturellen Bildung aus jungen Perspektiven oder von Personen, die täglich mit jungen Menschen zusammenarbeiten!
Ein paar Denkanstöße zu spannenden Themen:
- Was bedeutet Adultismus als Diskriminierungsform in der Kulturellen Bildung?
- Wo begegnet uns Adultismus in der Kunst- und Kulturpraxis?
- Wie können künstlerische Praktiken und Aktionen dabei helfen, adultistische Verhältnisse, Orte (wie z.B. Schulen) und Strukturen zu hinterfragen, zu kritisieren oder zu verändern?
- Was muss sich in der Kunst- und Kulturwelt verändern, damit sie Teilhabe junger Menschen wirklich ermöglicht - auch in Entscheidungsprozessen?
- Auf welche Hürden, Themen, aber auch tollen Projekte bist du gestoßen, von denen du erzählen oder die du im ku_fo magazin vorstellen willst (du bist z. B. in einem Kinder- und Jugendbeirat in einer Kultureinrichtung und hast jede Menge Ideen, die du teilen willst)?
- Warum braucht es junge Perspektiven in der Kunst- und Kulturlandschaft Berlins?
- Wie ist Adultismus mit anderen Diskriminierungserfahrungen verschränkt (z. B. Ableismus, Rassismus etc.)?
- Wie sieht deine Utopie einer adultismusfreien Welt aus?
- Oder aber: Wie blickst du auf Adultismus durch die eigene Kultur- und Kunstarbeit und -vermittlung?