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Brücke-Museum

Das Brücke-Museum sammelt und erforscht die Werke der Künstlergruppe Brücke. Es besitzt eine der größten Sammlungen zur Brücke-Kunst und ist das einzige Museum weltweit mit diesem Schwerpunkt. Durch den Zusammenklang von Natur, Kunst und Architektur eröffnet sich dem Publikum ein besonderer Ort der Kunsterfahrung.

1964 initiierte der Künstler Karl Schmidt-Rottluff an seinem Wohnort Berlin die Gründung eines Museums, das der Künstlergruppe Brücke gewidmet sein sollte. Mit einer Schenkung an das Land Berlin legte er den Grundstock für dessen Sammlung. Nur drei Jahre später, am 15. September 1967, eröffnete das Brücke-Museum in einem von Werner Düttmann entworfenen Neubau in Berlin-Dahlem.

Die naturnahe Lage des Museums am Rande des Grunewalds war beabsichtigt. Für die Brücke war die Natur als Arbeitsort stets gleichbedeutend mit dem Atelier und wichtiges Motiv in ihrer Kunst. Die Museumsräume beziehen ihre Umgebung ein: Sie gruppieren sich um einen Innenhof und ermöglichen durch bodentiefe Fenster Ausblicke in die Waldlandschaft. Eigens für die Kunst der Brücke geschaffen, reagiert das Gebäude in seinen Dimensionen und Eigenschaften auf die Werke und bringt sie so bestmöglich zur Geltung. Mit dem Brücke-Museum schuf Düttmann einen offenen und zugleich intimen Ort für die Kunst des Expressionismus.

Als Museum, das von Künstlern initiiert wurde, sucht es den Dialog mit zeitgenössischen Künstler*innen. Eine multiperspektivische Sicht auf die Sammlung unter Einbezug bisher vernachlässigter Narrationen steht dabei im Vordergrund der inhaltlichen Arbeit. Das Brücke-Museum erarbeitet aktuelle und kritische Sichtweisen auf die Sammlung durch ein gesellschaftlich relevantes Ausstellungs- und Vermittlungsprogramm ebenso wie durch Kooperationen mit anderen Museen, Forschungsinstitutionen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen.

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