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wohnwut – Kampagne JUGEND/STADT/WOHNEN Eine Initiative des Internationalen JugendKunst- und Kulturhauses Schlesischen27

Mit einer Peer-to-Peer-Umfrage zur Lebens- und Wohnsituation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin startete im Sommer 2013 eine Kampagne, die auf einem experimentellen und künstlerisch-aktionistischen Pfad jugendpolitische Forderungen aufgreift und kreative Entwürfe für Jugendwohnen in unserer Stadt entwickelt.

Ausziehen von zu Hause, sich in den eigenen vier Wänden einrichten oder mit Freunden eine WG gründen, das sind wichtige Stationen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Doch in den letzten Jahren ist es in Berlin immer schwieriger geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Wohnungssuche ist zu einem strapazierenden Marathon geworden, bei dem viele junge Berliner entmutigt auf der Strecke bleiben. Gleichzeitig verschwinden lebendige Brachen in der Stadt, Geschäftshäuser und Einkaufszentren setzen sich prall mitten in Wohnquartiere, und selbst in den bislang ärmeren Kiezen verschanzen sich immer mehr Luxuswohnungen hinter gemütlich alten Fassaden.

Das Kampagnenprojekt wohnwut eröffnet ein breites Aktions- und Diskussionsterrain zur Problematik des Jugendwohnens im Vorfeld und Kontext des 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages 2014, der vom 3. bis 5. Juni in Berlin stattfinden wird. Im JUNIPARK findet die wohnwut-Kampagne ihren Abschluss: Vom 3. bis 29.6. veranstaltet die Schlesische27 ein Kunst-, Kultur- und Aktionsprogramm auf einer Neuköllner Freifläche (Raumkonzept: raumlaborberlin). Jugendliche und junge Erwachsene arbeiten mit Künstlern. Dabei ist das Interviewmaterial der wohnwut-Peer-to-Peer-Umfrage Ausgangspunkt für Theater, Performances, Tanz, Musik, Bau- und Nachbarschaftsprojekte. Ein sommerliches Kunstcamp zwischen Mietpreislamento und Stadtutopienentwurf.

Der wohnwut-Trailer gewährt einen kurzen Einblick in das dokumentierte Stimmungsbild der Peer-to-Peer-Umfrage (s. MP3). (Konzept & Redaktion: Anne Paffenholz | Sounddesign & Schnitt: Marco Merz (Phlexton Studios) )


Sonstiges

wohnwut-Peer-to-Peer-Umfrage
Alle aus der Stadt raus oder: Wem gehört die Stadt?
19 Interviewer im Alter zwischen 15 und 28 Jahren – Schüler, Auszubildende und Studenten – waren von Juli bis Oktober in allen zwölf Bezirken der Stadt unterwegs, um gleichaltrige Berliner zum Thema „Wohnen in Berlin“ zu befragen. In Parks und Grünanlagen, an U- und S-Bahnhöfen, in Schulen und Unis, in Kneipen und Cafés, in Einrichtungen für Betreutes Jugendwohnen und im Getümmel auf der Straße entstanden knapp 60 Stunden Interviewmaterial und O-Töne. 350 Gespräche geben Auskunft darüber, wie junge Berliner ihre Stadt erleben.

NIDO # Stadnester: Improvisiertes Wohnen in der Stadt
Jugendliche und junge Erwachsene arbeiten gemeinsam mit Architekten, Künstlern und Stadtplanern an Situationen improvisierten Wohnens im Stadtraum. Es entstehen Installationen, Modelle, Fotos, Minimalbehausungen, Outdoor-Experimente und Wohn-Utopien.

wohnwut – Kampagne JUGEND/STADT/WOHNEN
Adresse

Internationales JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische27
Schlesische Straße 27B
10997 Berlin

Webseite
www.wohnwut.schlesische27.de

Kontakt
Anne Paffenholz

Laufzeit

1. Jul 2013 - 29. Jun 2014


Förderer

jfsb - Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin Stiftung des öffentlichen Rechts
STARK gemacht! Jugend Demokratiefonds Berlin
Der Paritätische Berlin
Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V.


Institution

Internationales JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische27


Details
Alter
15 - 29
Kosten

Kostenlos

Teilnehmerzahl
100 Teilnehmer, 350 Interviews
Barrierefrei
Nicht definiert

PDF Dokument

junipark_wohnwut-kampagne_schlesische27.pdf


Bezirk

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wohnwut-Trailer