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Der Seewolf. Einmal im Leben. Frei nach Jack London. Eine Gefängnistheaterproduktion von aufBruch in der JVA Plötzensee

Wie, wenn dir eines Tages oder Nachts, ein Dämon in deine einsamste Einsamkeit
nachschliche und dir sagte: „Dieses Leben, wie du es jetzt lebst und gelebt hast, wirst du noch einmal und noch unzählige Male leben müssen; und es wird nichts Neues daran sein.“
Friedrich Nietzsche

Auf jedem anderen Schiff ist die Robbenjagd ein Fest für die Matrosen - aber die Ghost ist ein Höllenschiff schlimmster Art: Macht ist Recht, Schwäche ist Unrecht. Die Großen fressen die Kleinen, um sich die Kraft zur Bewegung zu bewahren. Sie bewegen sich, um zu essen und essen, um sich weiter bewegen zu können. Welchen Wert hat da das Leben?
Acht Wochen hat das aufBruch Regieteam Hanni-Isabell Barfuss und Adrian Figueroa mit Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Plötzensee „Der Seewolf“ frei nach Jack London geprobt und entwickelt: Was für eine Gemeinschaft entsteht unter den harten Bedingungen auf offener See, weit weg von Familie, Frauen und Gesellschaft? Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier? Und gibt es Platz für Wünsche, Träume, Sehnsüchte?

Es spielt das Gefangenenensemble der JVA Plötzensee:
Avni Halimi, Derwisch, Fatih Arslan, Hasan Adli, Imad El-Khalaf, Jochim Scharnberg, Lloyd Charles Da Silva, Paul Volker, Walid Clooney, Zoran Kostic

Künstlerisches Team: Konzept & Regie: Hanni-Isabell Barfuss und Adrian Figueroa Bühne & Kostüm: Jasmin Gehrandt Dramaturgie: Anna Galt Video: Claud Jehu Musik: Gilles Aiken Regieassistenz: Eva Weingärtler Produktionsleitung: Sibylle Arndt Technische Leitung: Holger Syrbe Grafik: Maziar Hasheminiya Pressearbeit: Sabrina Schneid Produktionspraktikum: Lennart Kiehn Technik: Julia Kleinknecht

Termine: 27., 28. & 29. November sowie 04., 05. und 06. Dezember 2013 jeweils um 18 Uhr
Einlass: 16.45 Uhr bis 17.30 Uhr (kein Nacheinlass!)

Spielort: Kultursaal der JVA Plötzensee
Friedrich-Olbricht-Damm 17, 13627 Berlin

Karten: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Tel.: 030 / 240 65 777 (tägl. 12-18 Uhr)


Besonderheiten

Aufgrund des außergewöhnlichen Spielortes ist der Besuch dieser Veranstaltungen nur mit vorheriger persönlicher Anmeldung möglich (mindestens 5 Tage vor Vorstellung). Hierbei müssen beim Kartenerwerb an der Kasse der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz die Personalien sämtlicher Besucher angegeben werden: Name, Vorname, Geburtsdatum und Meldeadresse. Die Karten sind somit personengebunden.
Der Einlass ins Gefängnis am Tag der Vorstellung erfolgt nur nach Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses. Wertgegenstände wie Handys, Schlüssel, Geld, Kreditkarten usw. sowie Nahrungsmittel dürfen nicht mit in die Anstalt eingebracht werden. Hierfür stehen am Torbereich Schließfächer zur Verfügung. Aufgrund geringer Schließfachgrößen bitte kein Großgepäck mitführen.
Der Einlass zu den Vorstellungen beginnt jeweils um 16.45 Uhr. Letzter Einlass ins Gefängnis ist um 17.30 Uhr. Kein Nacheinlass!
Jugendliche unter 18 Jahren dürfen die Veranstaltung nur nach Vorlage einer schriftlichen Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten besuchen, Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.


Sonstiges

Pressestimmen:
„Eine Zwangsgemeinschaft unter den harten Bedingungen auf offener See, weit weg von Familie, Freunden und Gesellschaft: 10 Gefangene führen in der JVA Plötzensee „Der Seewolf. Einmal im Leben“ frei nach Jack London auf. Moderne und poppige Elemente haben Einzug in das 70-minütige Stück gefunden: immer wieder Licht und laute Musik, Videos und Bewegung. Es wir gelacht, und doch geht es hier grundlegend vor allem um Sehnsucht, um nicht erreichbare Wünsche, um den Mangel, der sowohl dem „Höllenschiff“ wie auch dem Knast immanent ist. (…).“
www.preposition.de

„Wer die aufwendige und faszinierende Verfilmung von Jack Londons Roman Seewolf im Fernsehen oder auf Zimmerleinwand gesehen hatte, grübelte, worin der Zauber bestand, dass einige inhaftierte Männer ohne Schauspielausbildung auf einer fast kahlen Bühne mit Hilfe unverbunden wirkender Satzfetzen aus dem Roman, ein paar Video- und Tonsequenzen eine Spannung erschaffen konnten, dass öfters eine Stille im Raum schien, als halte das Publikum die Luft an. Männer mit Muskelpaketen sprachen philosophische Texte, als kämen sie aus ihnen heraus. (…).“
www.livekritik.de

Der Seewolf.
Adresse

JVA Plötzensee (ehemals Charlottenburg) - Kultursaal
Friedrich-Olbricht-Damm 17
13627 Berlin

Webseite
www.gefaengnistheater.de

Kontakt
aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT
Telefon
(030)44049700
Fax
(030)441 76 39

Laufzeit

27. Nov 2013 - 6. Dez 2013

Öffentliche Vorstellungen am: 27., 28. & 29. 11 sowie 04., 05. & 06.12.2013 jeweils um 18.00 Uhr (letzter Einlass: 17.30)


Kooperationspartner

JVA Plötzensee, JSA Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, zitty Berlin


Förderer

Projektfonds Kulturelle Bildung; Fonds Darstellende Künste - Dreijährige Konzeptionsförderung aus Mitteln des Bundes


Institution

aufBruch KUNST GEFÄNGNIS STADT


Details
Kosten

Kostenlos

Teilnehmerzahl
9 männliche Strafgefangene (der Großteil war zwischen 24 und 27 Jahre alt)
Barrierefrei
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