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Mein zweites Ich - Das (Über)-Leben unserer konstruierten Online-Identitäten im „stinknormalen“ Alltag

Im Web 2.0 wird man immer wieder aufgefordert, sich anzumelden bzw. sich eine Nutzer- oder Spieleridentität zu erschaffen. Da man sich meistens auf mehreren Plattformen bewegt, hat man oft auch mehrere Online Identitäten. Diese Online-Identitäten können komplett erfundene Superhelden sein oder einfach eine mehr oder weniger lebensnahe Zweit- oder Fremdidentität. Der Bildschirm verleiht dem User eine Anonymität, eine Maske, hinter der er sich als völlig neu erfinden kann und in der er Handlungen ausführen kann, die in der realen Welt gar nicht vorstellbar wären.

Masken transformieren oder verhüllen die Identität der sie tragenden Person. Marionetten und Puppen haben ähnliche Merkmale und dienen als zweite Identität, um Geschichten zu erzählen oder andere Identitäten darzustellen. Durch die Teilhabe am Leben im World Wide Web besitzen wir mittlerweile fast alle zweit- und sogar dritt- bis unzählige Identitäten.

Wir haben mit einer siebten Klasse der Quinoa Schule in einem Projektblock Ganzkörpermasken und steuerbare Avartar-Puppen gebaut, die sich dann von den Schülern als zweites Selbst durch den ihren realen Alltag navigieren ließen.
Wir fragten: Wie ist das Verhältnis von realem Ich zum unseren digitalen Identitäten? Wie zuverlässig sind unsere Online-Ichs? Sind sie unseren Offline Identitäten treu? Was passiert mit unseren Online-Identitäten wenn wir sie ausmustern, weil sie nicht mehr gebraucht werden? Wo und wie leben sie dann ohne uns weiter? Wie bewältigen diese Über-Identitäten, mit all den perfekten und übermenschlichen Eigenschaften unsere täglichen Aufgaben?
Wir führten die „verkörperlichten“ Avatare aus ihren Online-Schlachtfeldern und Pracht-Schlössern und hinaus ins „stinknormale Alltags-Leben“ und begleiteten sie mit der Kamera.

Durch das Projekt wurden bei den Schülern sowohl künstlerische Gestaltungsfähigkeiten gefördert, mechanisches Wissen erweitert sowie spielerisch ein Nachdenken über unsere Entkörperlichung im Online- und Bildschirmleben

Mein zweites Ich -
Webseite
www.gooey.de

Kontakt
Malve Lippmann
Telefon
0178 2854786

Laufzeit

1. Sep 2015 - 31. Dez 2015


Kooperationspartner

Quinoa Schule Wedding


Förderer

Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung


Erstellt von

Catriona Shaw

gooey TEAM

Malve Lippmann


Institution

gooey TEAM


Details
Alter
12 - 13
Begleitperson
Ja - ganzzeitig
Kosten
Kostenfrei
Teilnehmerzahl
22
Barrierefrei
Nicht definiert

Bezirk

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