GHOSTS
In GHOSTS beschäftigt sich Christa Joo Hyun D’Angelo mit Intimitäten und der Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen. Anhand von Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten setzt sie sich multimedial mit Vorstellungen von Weiblichkeit, weiblicher Sexualität und Misogynie auseinander. Dabei werden ihre Verschränkungen mit politischen und sozialen Machttechniken sowie Identitätskategorien wie Alter und ethnischen Zuschreibungen beleuchtet.
Im Zentrum steht die Videoarbeit Protest and Desire, welche die in Uganda geborene und in Deutschland lebende Lilian porträtiert. Sie zeigt auf, inwieweit sich Scham, Stigma und Isolation zu Kraft und Selbstermächtigung transformieren lassen und erweitert die komplexen und vielfältigen Narrative im Umgang mit HIV und AIDS-Aktivismus.
Die Ausstellung versteht sich als feministischer Beitrag zu einem Diskurs über toxische Beziehungen und sexuell übertragbare Krankheiten, in dem Frauen und insbesondere Women of Color historisch zum Schweigen gebracht wurden und nach wie vor zum Teil unsichtbar bleiben. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass die soziale Repräsentation und individuelle Disziplinierung des Körpers immer eng mit gesellschaftlichen Regulierungen verknüpft ist.
Mit einem Beitrag von Christina Gigliotti
kuratiert von Sylvia Sadzinski
VERANSTALTUNGEN
25.07. | 19h
Lesung Irène Mélix lila lieder im Rahmen des Audioprogramms Un-Ghosting Voices
30.07. | 19h
Artist Talk mit Christa Joo Hyun D’Angelo und Alphonsine Bakambamba (Deutsche Aidshilfe)
AUDIOPROGRAMM
Un-Ghosting Voices ist ein Audioprogramm, das im Außenraum Stimmen hörbar macht, die sich künstlerisch gegen diskriminatorische Strukturen und Marginalisierung aufgrund von Körper, Geschlecht oder Sexualität aussprechen. Mit Beiträgen von BOIBAND, Giegold & Weiß, Stellan Veloce & Neo Hülcker, Irène Mélix. Un-Ghosting Voices wird kuratiert von Vincent Schier.
10243 Berlin
11-20