Dissens: Wissenschaftliche Mitarbeit im Arbeitsbereich Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in institutionellen Kontexten
Ausschreibung wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in für den Arbeitsbereich Aufarbeitung sexualisierter
Gewalt in institutionellen Kontexten (20 – 30 Wochenstunden projektabhängig),
Arbeitsbeginn ab Herbst 2026, zunächst befristet bis 31.12.2027 mit Aussicht auf Verlängerung)
Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. ist ein Bildungs-, Beratungs- und Forschungsinstitut in Berlin. Seit
1989 arbeiten wir zu Geschlechterverhältnissen und entwickeln Forschungs- und Bildungsprojekte auf lokaler,
bundesweiter und europäischer Ebene. Mehr unter https://www.dissens.de/ www.dissens.de
Im Rahmen des Arbeitsbereichs Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in institutionellen Kontexten werden seit dem
Jahr 2020 sozialwissenschaftliche und multiperspektivische Forschungsprojekte durchgeführt. In diesen werden die
Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in diversen
institutionellen Kontexten (derzeit vor allem in verschiedenen Kontexten der evangelischen und katholischen Kirche)
erforscht, um über den eigenständigen Wert der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt hinaus u.a. daraus
Empfehlungen für eine verbesserte Prävention und Intervention abzuleiten. Die durchgeführten Studien sind den
jeweiligen Settings und den Spezifika der untersuchten Institutionen angepasst und untersuchen sexualisierte Gewalt
als systemisches Phänomen. Grundlage unserer Forschung bildet die Orientierung an der Perspektive der von
sexualisierter Gewalt Betroffenen. Die Studien werden teils in Kooperation mit weiteren Trägern durchgeführt.
Aufgaben
- Durchführung qualitativer empirischer Forschung
o Datenerhebung in Form von Einzelinterviews und Gruppendiskussionen oder Fragebogenerhebung (mit
Betroffenen, Institutionsvertreter*innen, Zeitzeug*innen, Expert*innen, Täter*innen), Aktensichtung, etc.
o Aufbereitung und Auswertung der erhobenen Daten
- Mitwirkung in wissenschaftlichen Begleitgruppen
- Erstellung von Projektdokumentationen
- Erstellung von Publikationen und Präsentation der Projektergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit
- Konzeptionelle Arbeit im Rahmen der an der Kooperation beteiligten Träger
Anforderungen
- Hochschulabschluss in einem sozialwissenschaftlichen bzw. verwandtem Fach
- Erfahrungen mit qualitativ-empirischer Forschung, insbesondere Interviewerhebungen und/oder
Aktenrecherche
- Kenntnisse in den Bereichen Forschung zu sexualisierter Gewalt sowie Geschlechter-/Männlichkeitstheorie
- Selbstständige und zuverlässige Arbeitsweise
- Sicher in Wort und Schrift in deutscher Sprache
Vergütung: in hauseigener Anlehnung an den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD).
Bewerbungsunterlagen bestehend aus einem Anschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf und ausgewählten
Zeugnissen ausschließlich in digitaler Form (max. 5 MB) bitte bis 15.07.2026 an Bernard Könnecke:
bernard.koennecke@dissens.de
Die Vorstellungsgespräche sollen voraussichtlich in der zweiten Juli-Hälfte stattfinden.
Das Dissens-Team besteht aus Menschen, die in unterschiedlicher Weise gesellschaftlich privilegiert und
benachteiligt sind und möchte diese Vielfalt erweitern und aktiv bestehenden Herrschaftsverhältnissen
entgegenwirken. Wir möchten daher insbesondere Personen zu einer Bewerbung auffordern, die von
(Mehrfach-)Diskriminierung betroffen sind sowie denen selbst in Kindheit oder Jugend oder als Erwachsenen
sexualisierte Gewalt widerfahren ist.
Die Arbeitsräume des Instituts sind leider nicht barrierefrei, da sie sich im 1. Stock ohne Aufzug befinden.