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En la selva hay mucho por hacer [Im Urwald gibt es viel zu tun]

Eine Eule, ein Elefant, eine Schildkröte, ein Fisch, ein Seehund, ein Tiger, ein
Vogel und eine Schnecke sitzen am Feuer und besprechen, was zu tun ist, um den
Urwald, in dem sie leben, für alle besser zu machen. Eines Tages findet ein Jäger
den Ort, an dem sie sich versammeln, und verschleppt sie in den Zoo. Dies ist die
Geschichte der eingefangenen Tiere, die zusammen mit einem kleinen Mädchen,
geheimen Kollaborateur*innen und in Freiheit lebenden Freund*innen wieder
nach Hause finden, um bei ihren Kindern zu sein und zu tun, was es im Urwald zu
tun gibt.

In den frühen 1970er-Jahren ist der junge Mauricio Gatti zusammen mit einigen
anarchistischen Kamerad*innen in einem Gefangenenlager des Militärs in
Montevideo, Uruguay, inhaftiert. Im Verlauf eines Jahres sendet er seiner Tochter
Paula Briefe in Form von Zeichnungen. Bei seiner Freilassung 1972 werden diese
in dem Kinderbuch "En la selva hay mucho por hacer" [Im Urwald gibt es viel zu
tun] veröffentlicht. Die Zeichnungen waren seine Art, mit einer Dreijährigen über
politische Gefangenschaft zu sprechen, in einer Sprache, die ihre sein könnte.
1974 adaptierten Walter Tournier, Gabriel Peluffo und Alfredo Echaniz das Buch
für einen kurzen Animationsfilm. Sie firmierten seinerzeit unter Grupo
Experimental de Cine [Experimentalfilm-Gruppe], um sich der Verfolgung unter
der Militärdiktatur zu entziehen, Der Film war die letzte Produktion der unter der
Diktatur geschlossenen Cinemateca del Tercer Mundo [Kinemathek der Dritten
Welt]. Er konnte nur zweimal vorgeführt werden und tauchte erst Jahre später im
Exil wieder auf.
Gezeigt wird die Originalfassung mit einem Live-Voiceover von
Natascha Noack auf Deutsch und Englisch

Vorführung um 16:00 Uhr auf Deutsch
Vorführung um 16:30 Uhr auf Englisch

En la selva hay mucho por hacer [Im Urwald gibt es viel zu tun]
Mauricio Gatti, En la selva hay mucho por hacer [Im Urwald gibt es viel zu tun], Buch (Detail), 1977
Datum und Uhrzeit

9. Nov 2019 , 16:00 - 16:30

9. Nov 2019 , 16:30 - 17:00


Adresse
11. Berlin Biennale c/o ExRotaprint
Bornemannstraße 9
13357 Berlin

Veranstalter

Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst


Barrierefreiheit

Barrierefreier Zugang/Rollstuhlgerecht


Kosten

Kostenfrei


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