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Kotti-Shop zum "Begriff" des Urbanen Lernens

“Das alltägliche Leben zu studieren wäre ein vollkommen lächerliches und vor allem dazu verurteiltes Unternehmen, von seinem Thema nichts zu erfassen, hätte man nicht ausdrücklich vor, dieses alltägliche Leben mit dem Ziel zu studieren, es zu verändern.” (G.-E.-Debord)

Mit Begriffen begreifen wir wortwörtlich etwas - einen Gegenstand , ein Thema, die Welt, in der wir leben. Wir nähern uns dem an und befühlen, ertasten, erkunden es. Gleichzeitig, indem wir uns damit befassen, öffnet sich ein Raum für Mitgestaltung eben dessen.

Unsere künstlerische Arbeit mit Nachbarschaften befindet sich an der Schnittstelle von zwei Feldern: dem Feld der Kunst und dem der Kulturellen Bildung. Obwohl es Berührungspunkte gibt, scheinen wir in beiden Feldern nur so halb dazuzugehören. Auf beiden Bühnen, sind wir Außenseiter, vielleicht weil wir etwas anderes wollen. Als der Begriff „Urbanes Lernen“ vor einigen Jahren in unserer Praxis auftauchte, sahen wir ihn deshalb als Chance.

Begriffe sind nicht nur wie Worte, die man im Wörterbuch nach­ schlagen kann. Ihre Bedeutung lässt sich nicht durch eine Definition fassen. Begriffe sind Ideen und Konzepte, die eben nicht hart gefasst und in Stein gemeißelt sind, sondern sie sind fluide, im Prozess und in Verhandlung. Wenn ein Begriff in unser Leben tritt, dann werden wir Teil einer Verhandlung. Wir setzen uns, jeder für sich und doch gemeinsam, mit den Ideen und Konzepten auseinander, die sich hinter diesem Begriff verbergen.

Der Begriff des "Urbanen Lernens"  taucht verstärkt in der kulturellen Bildung auf, bei Institutionen wie Schulen und Museen, die anhand von ihm ihre Verbindung zur Stadt aufbauen wollen und zwar mit dem Fokus auf das Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen. Wenn man "Urbanes Lernen" weiter fasst, hat es aber vor allem Potential für das generationsübergreifende, künstlerische Arbeiten mit Nachbarschaften und Selbstermächtigung. Das ist, was uns in unserer Praxis interessiert: das geteilte räumlich-soziale Gefüge innerhalb einer Nachbarschaft gemeinsam zu gestalten - auf Augenhöhe.

Kotti-Shop

Der Kotti-Shop existiert seit 2008 im Ergeschoss des Neuen Kreuzberger Zentrums, einem riesigen Betonkomplex, der sich um die Nordseite des Kottbusser Tors in Berlin Kreuzberg schmiegt. Versteckt hinter der Mittelpunktsbibliothek, liegt er direkt am Spielplatz des Hauses, im "urbanen Wohnzimmer" der Nachbarschaft. Und wenn man aus seinen Fenstern nach außen blickt, sieht man die bemalte Spieplatzwand.

Mit der 36 Monster Wand hat die Geschichte des Kunst- und Projektraums überhaupt angefangen. Der Raum kam mit einer Idee, nämlich etwas mit den Kindern vorort zu machen, die sich langweilten. So war der Kotti-Shop von Anfang an, neben all seinen Veranstaltungen und künstlerischen Workshops, immer auch ein  Begegnungs- und Verweilraum für die Nachbarschaft.

Aus der Haltung miteinander Kunst und Kultur zu machen hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens eine eigene künstlerische Praxis entwickelt. In verschiedenen, künstlerisch partizipativen Projekten geht es darum die Möglichkeits- und Handlungsräume Vorort zu vermessen und ausgehend von der Vielstimmigkeit der Nachbarschaft, einen starken Sprechakt zu formulieren, der mittels künstlerische Formate sicht- und hörbar wird.

DEN URBANE RAUM GESTALTEN

„Ein Gefüge umfasst also diese vier Dimensionen: Sachverhalte, Äußerungen, Territorien, Bewegungen der Deterritorialisierung. Und da hindurch fließt der Wunsch.“  (Das Alphabet des Gilles Deleuze, Désir,1:25:05)

Ein Begriff kann in ganz verschiedenen Zusammenhängen auftauchen. So kommen bei der Verhandlung eines Begriffs die unterschiedlichsten Perspektiven und Positionen zusammen. Sie treffen und prallen aufeinander, sie berühren und konfrontieren sich.

Der urbane Raum ist per se ein Ort der Begegnung. Wenn man ihn betritt, verlässt man die Wohlfühlzone der eigenen vier Wände und tritt in Kontakt mit (den) Anderen. Und das ist anders, als wenn man aus dem Fenster blickt, ein Buch öffnet oder ein Gerät anschaltet. Auch das stellt eine Verbindung mit einer anderen Welt, einem anderen Raum her. Darin aber sind wir nur Beobachtende ohne konkrete Beziehung und Austausch. Der urbane Raum ist neben all den Unterschiedlichkeiten etwas, das uns miteinander verbindet. Es ist der Raum, den wir jeden Tag miteinander teilen. Wir begegnen uns beim Einkaufen, beim warten auf dem Bus, auf dem Spielplatz, auf der Straße, im Fahrstuhl. Indem wir miteinander verweilen entsteht Kontakt und Austausch. 

Wenn wir trotz unterschiedlicher Blickrichtungen Begriffe miteinander verhandeln, verschieben sich die Perspektiven. Im Austausch mit den Anderen prüfen wir Standpunkte, erweitern unseren Blickwinkel und überschreiten die Grenzen unserer jeweiligen Disziplinen und Gebiete. Indem wir in den Austausch miteinander treten, bündeln wir nicht nur unser Wissen: es öffnen sich neue Räume für Handlungen und Gestaltungsprozesse.

Jeder von uns hat Mitgestaltungskraft. Wenn wir von einer Wechselwirkung von Struktur und Handeln ausgehen, dann hat unser Handeln bis zu einem gewissen Grad auch Wirkung im Weltgehschehen. Quantitativ gesehen wiegt meine Stimme im Verhältnis zum Weltgeschehen ca. 1:7.400.000.000, in Europa 1:750.000.000 und in Deutschland 1:82.000.000. Ich habe also nur homöopathisch Einfluss. Schaue ich aber auf die näheren Sphären, werde ich mehr und mehr handlungsfähig. In Berlin steht meine Stimme nur noch neben 3.5000.000 und am Kottbusser Tor nur noch 5000 Anderen gegenüber.

Das Kottbusser Tor ist ein besonderer Ort in Berlin. Er ist Verkehrsknotenpunkt, Umschlagplatz, Mythos, Besuchermagnet. Vor allem aber ist er Wohn- und Lebensort für tausende Menschen. Tagtäglich treffen hier rund um die Uhr unterschiedlichsten Hintergründe und Ansichten aufeinander. Soviel sichtbar-unsichbares: Das Kottbusser Tor ist kein homogener Ort. Es ist wie eine Montage aus vielen unterschiedlichen Räumen, die verknüpft oder verwoben oder aber auch völlig verbindungslos nebeneinander, übereinander, gegenübereinander und miteinander existieren.

Orte, wie das Kottbusser Tor sind komplex. Stadträume und Ihre Nachbarschaften sind ein bisschen wie Fabriken, die Tag und Nacht, fast nicht greifbar, soziale Beziehungen und Kultur miteinander produzieren. Dieses gemeinsam erarbeitete Kapital, ist sowohl das Potential als auch die Gefahr eines Ortes, hieraus lässt sich etwas miteinander bauen und gestalten, gleichzeitig lauern allerlei Arten von Investoren, die das, was von einer Nachbarschaft gemeinsam geschaffen wurde, absaugen und in ihrem Sinne monitärisieren wollen.

Gerade auch am Kottbusser Tor verändern sich lasurartig soziale und räumliche Strukturen. So geht es bei all den Projekten im Kotti-Shop darum das örtliche, soziale Gefüge zu stärken und den BewohnerInnen am „Kotti“ mit künstlerischen Formen ein gleichberechtigtes Forum zu schaffen. Es ist ein Ansatz im Bereich der eigenen Möglichkeiten, in dem Fall der Kunst, etwas dem Ort zurückzugeben, an dem man sich befindet und tätig ist, denn der Kotti-Shop ist sich seiner ambivalenten Rolle am Kottbusser Tor bewusst, einem Kiez der immer stärker von „Außen“ frequentiert wird, an dem aber auch dadurch das gewachsene, soziale Gefüge bedroht ist.

IM URBANEN RAUM LERNEN

"Es ist ein Wandel des Topos, aus dem Raum in die Zeit. Es ist fertig auf einer fernen Insel, nur ich bin nicht dort. Im anderen Fall, wenns in die Zukunft und Echte verlegt wird, bin ich nicht nur nicht dort, sondern er selbst ist nicht bei sich. Es gibt diese Insel gar nicht, aber sie ist nicht etwa Nonsens oder schwestin Schwärmerei, sondern sie ist eine noch nicht, im Sinn einer Möglichkeit, dass es sie geben könnte, wenn wir etwas dafür tun, nicht nur wenn wir hinfahren, sondern in dem wir hinfahren, hebt sich die Insel Utopia aus dem Meer des Möglichen. Das ist selbst Utopie, aber ein neuer Inhalt. Ich glaube in diesem Sinn, ist Utopie, auch im Bewusstsein, nicht so abgegolten." (Ernst Bloch, im Gespräch mit Adorno über "Utopie")

In der Mathematik gibt es das Konzept des Limes, einer Begrenzung nach oben und unten. Umso weiter die Ränder gesetzt werden, umso höher kann eine Welle ausschlagen. Übertragen auf Begriffe könnte man sagen: Wenn man einen Begriff weit fast, um so größer ist der Spielraum, um ihn zu verhandeln und zu gestalten.  

Es gibt so viele Ebenen, die wir im urbanen Raum betrachten können. Sie haben alle Einfluss auf das Gesamtgefüge einer Nachbarschaft. Entschlüsselt man die Kodierungen, tritt das sichtbar-Unsichtbare zum Vorschein, neue Perspektiven und Blickwinkel treten hervor, auch neue Möglichkeiten sich in den Stadtraum einzuschreiben und miteinander in ihm zu wirken. Aber die stärkste Wirkung von allen, die die wirklich Einfluss nimmt, ist das Soziale, die Verbindung die zwischen der eigentlich disparat agierenden Nachbarschaft entsteht. Vereinzelt sind Menschen oft schwach, aber wenn sie schaffen, sich zusammen zu tun, gerade bei allen Unterschiedlichkeiten,  wenn sie schaffen, eine gemeinsame Stimme zu formulieren, entwickelt sich eine Kraft, gleich eines Fliessens und Sie treten ein, in die Debatte über einen Ort.

Im Neuen Kreuzberger Zentrum gibt es 11 Stockwerke und 295 Wohnung und alle blicken auf den urbanen Raum hinaus, aber keine hat die gleiche Perspektive, jeder sieht einen anderen Ausschnitt. Indem wir unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen, setzen wir die verschiedenen Puzzelteile des Puzzles "urbaner Raum" zusammen. "Urbanes Lernen" in der Nachbarschaft überschreitet die Grenzen von Alter, Raum, Gruppenzugehörigkeiten und findet statt indem wir uns als Menschen begegnen und zwar auf Augenhöhe.

Miteinander Kunst zu machen und den gelebten Raum dabei zusammen zu untersuchen und zu verhandeln, heisst von einander zu lernen und schafft Anlässe Brücken zueinander zu bauen, miteinander zu verweilen, ein Gespräch miteinander zu führen und zu moderieren, sich überhaupt als Nachbarn wahrzunehmen und eine starke Stimme für die gute Zukunft des eigenen Zuhauses  zu produzieren.

Das ist vielleicht das Besondere am Kotti-Shop als Kunst und Projektraum: in ihm treffen die verschiedensten Welten aufeinander: in Veranstaltungen, Projekten und Workshops begegnet sich die Kunst- und Kulturszene auf Augenhöhe mit der Nachbarschaft und den nachbarschaftlichen AkteurInnen. Und darum geht es auch, nämlich eine Brücke zu bauen zwischen der  Nachbarschaft, der Kunstszene, Wissenschaften und den gesellschaftlichen und politischen Bewegungen in der Stadt, denn In Hinblick auf urbane Räume sind wir alle Experten. Wir alle bringen eine ganz eigene und einzigartige Perspektive mit.  So geht es darum das Wissen zu bündeln, zu verweben und die Frage auszuloten: Wie können Selbstaneignungsprozesse im (urbanen) Raum stattfinden.

FORMEN DER VERHANDLUNG

Auch wenn wir uns lebendig über Begriffe unterhalten können, sind sie dennoch abstrakte Gebilde. Sie existieren in einer eigenen Sphäre und wirken nicht zwingend in die gelebte Realität. Dabei wachsen sie, wenn wir es schaffen eine Wechselwirkung zwischen Theorie und Praxis zu erzeugen.

Wenn man als KünstlerIn alleine sein Werk schafft, liegt jegliche Form in der eigenen Hand, wenn man dagegen, gemeinsam mit Menschen aus eine Nachbarschaften arbeitet, ist es wie das gemeinsame modellieren von Aussage-Wolken, voller Brüche, kontroversen, Widersprüchlichkeiten. Es entsteht aber auch eine Art Perspektivenkaleidoskop, in dem es nicht die eine Wahrheit gibt, sondern ein gemeinsamer Sprechakt stark wird. Es geht um Formen der Verhandlung.

„Empty your mind, be formless, shapeless — like water. Now you put water in a cup, it becomes the cup; You put water into a bottle it becomes the bottle; You put it in a teapot it becomes the teapot. Now water can flow or it can crash. Be water, my friend.“ (Bruce Lee)

Ozan Eskibas, eine ehemaliger, sehr engagierter und unglaublich toller, Praktikant von uns, merkte einmal an, das es bei unserer Art zu Arbeiten ein bisschen so ist, wie bei der Philosophie von Bruce Lee. Das stimmt, aber nur zu einem gewissen Teil. Es ist ein Spiel zwischen Freiheit und Struktur, beide Seiten müssen eine gute Balance bilden. Alles ist gut geplant und vorbereitet, aber wir sind bereit, den angedachten Pfad zu verlassen, wenn durch das gemeinsame Spiel neue Formen und Anschlüsse entstehen.

Struktur schafft verspielte Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen in die Prozesse. Freiheit schafft mit der eigenen Stimme zu sprechen. So ist unsere Arbeit ein Spiel mit Rahmen, mit dehnbaren Spielfeldern, die montagebasiert alle möglichen Medien und Techniken integrieren. Sie erlauben es, dass verschiedene Menschen ihre Gedanken, Ausdrücke und Inhalte einbringen, dass jeder aber gleichberechtigt nebeneinander stehen kann.

Letztendlich geht es um Vielsprachlichkeit und Anschlussfähigkeit, um die Türen weit aufzustossen und allen die Möglichkeit bieten zu können, Teil des Ausgesagten zu werden. Im Prozess miteinander entsteht so nicht ein Dialog, sondern ein Multilog, der ebenso wie die facettenreichen Stimmen, den vielschichtigen urbanen Raum abbildet.

AUF EINE BÜHNE TRETEN

„Als Gegenstück zu den Regierungskünsten, gleichzeitig ihre Partnerin und ihre Widersacherin, als Weise ihnen zu mißtrauen, sie abzulehnen, sie zu begrenzen und sie auf ihr Maß zurückzuführen, sie zu transformieren, ihnen zu entwischen oder sie immerhin zu verschieben zu suchen, als Posten zu ihrer Hinhaltung und doch auch als Linie der Entfaltung der Regierungskunst  ist damals in Europa eine Kulturform entstanden, eine moralische und politische  Haltung, eine  Denkform, welche ich nenne: die Kunst nicht regiert zu werden bzw. die Kunst nicht auf diese Weise und um diesen Preis regiert zu werden. Als erste Definition der Kritik schlage ich also die allgemeine Charaktersierung vor: die Kunst nicht dermaßen regiert zu werden.“ (Michel Foucault, Was ist Kritik, S.12)

Indem wir uns als Menschen die Begriffe aneignen, die auf anderen Ebenen diskutiert werden, eignen wir uns unsere Welt an. Gestaltungsprozesse, die nachhaltig wirken, kommen selten von oben herab, sondern entstehen an der Basis, wenn diese sich bewegt und Formen findet sich zu artikulieren.

Es wird oft, aus den verschiedensten Richtungen über Orte wie das Kottbusser Tor gesprochen, meistens mit einem objektivierenden Blick und nur sehr selten finden die Stimmen gehör, die hier wirklich Leben. Es gibt zwar ein paar Stimmen, die in Interviews oder Studien befragt werden, aber sie repräsentieren nur einen sehr kleinen Teil dessen, was an Orten wie diesen, wirklich gedacht wird. Den Stummen, die große Mehrzahl der Bewohnerschaft, fehlt es oft an der richtigen Form, sich Gehör zu verschaffen und genau hier kann Kunst eine gute Hilfestellung sein.

Letztendlich geht es darum, als Nachbarschaft sich selbst zu ermächtigen, den Ort und den Raum an dem wir leben gemeinsam leben zu gestalten, sich wie Foucault sagt nicht zu sehr regieren zu lassen. Dabei spielen wir auf verschiedenen Bühnen. Die Bühne der Nachbarschaft öffnet sich nach innen. In ihr lernen wir den Anderen kennen und bauen aufgrund eines gemeinsam geteilten Themas Brücken auf. Die Bühne nach außen ist eine andere. Sie spricht in die Sphären, in der wir sonst nicht so recht Gehör bekommen.

Ein Beitrag von Julia Brunner und Stefan Endewardt (Kotti-Shop)

Kotti-Shop
Kotti-Shop zum "Begriff" des Urbanen Lernens

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