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Andreas Schmidt, TUKI Pate

Während des alljährlichen TUKI Festtages hat die Kubinaut Redaktion mit dem Berliner Regisseur und Schauspieler und TUKI Paten Andreas Schmidt ein schönes Gespräch geführt…

Interview und Foto: Dominik Rauchfuß

Andreas Schmidt mit Isabel Feifel (Projektleitung, links) und Renate Breitig (Projektbegleitung)
Andreas Schmidt mit Isabel Feifel (Projektleitung, links) und Renate Breitig (Projektbegleitung)

Was ist das Besondere an TUKI? Was begeistert Sie an TUKI?

Mich haben zuerst die beiden Damen begeistert, die mit solchem Schwung auf mich zugegangen sind. Ich habe mich anfangs schon gefragt, ob ein solches Theaterprojekt im Kitaalter nicht zu früh angesetzt ist. Es setzt an, bevor man überhaupt ein Bewusstsein für die Bühne und eine Institution bekommt. Stattdessen kann man aber seiner Kreativität freien Lauf lassen, die man einfach spürt. Das ist etwas, was man als erwachsener Schauspieler eigentlich immer anstrebt. Dann hat man nämlich lauter Bremsen und Schalter im Kopf, die man gerne loswerden möchte. Wenn man hingegen das Spiel bei kleinen Kindern beobachtet, ist das überhaupt nicht vorhanden. Gleichzeitig schämen sie sich, wenn ihnen etwas peinlich ist, aber versuchen es nicht zu überspielen.

Und in welchem Augenblick war ihnen klar, dass sie TUKI Pate werden?

Die haben mich gezwungen und mir die Pistole an den Kopf gehalten. Ich konnte gar nicht nein sagen!

Was lernen Kinder vom Theater und was lernt das Theater von Kindern?

Man darf Kindern nichts aufdrücken, sondern muss sie dort abholen, wo sie sich gerade befinden. Das Gleiche gilt für das Publikum: Wenn man merkt, dass die Leute sich für Dinge interessieren, dann muss man dem nachgehen. Man sollte sich immer die Frage stellen, für wen man das alles macht und warum. Ich habe in den 80ern die Freude am Theater verloren, weil es nicht mehr um das Publikum ging. Auch gegenwärtig findet das noch nicht richtig statt. Ein solches Theater mag seine Berechtigung haben, aber ich erwarte von Theater Emotionen und ein Miterleben. Deswegen glaube ich auch, dass die meisten Menschen auch lieber ins Kino gehen. Im Theater hingegen wird das Publikum meistens unterrichtet und das halte ich für falsch.

Von Kindern im Kitaalter kann man allein dadurch, wie sie sich bewegen, sehr viel lernen. Es gibt keine Verbote. Die Kinder lernen über ihren kleinen Kosmos hinauszublicken und realisieren, dass sie mit ihrem Tun ihre Umwelt beeinflussen können. Das passiert ganz unbewusst und spielerisch. Sie realisieren, dass die Zuschauer mitlachen oder weinen, weil sie etwas auf der Bühne aufgeführt haben. Das halte ich für eine sehr wichtige Erfahrung für die Gesellschaft und Demokratie.

Wie konnten Sie sich dann wieder für das Theater begeistern?

Ich habe immer Theater weiter gemacht, aber unter eigener Regie. Ich wollte das Klima bestimmen und auf Augenhöhe mit den Schauspielern arbeiten. Hin und wieder spiele ich auch selbst auf der Bühne, aber eigentlich habe ich Angst auf der Bühne zu stehen. Aufgrund seiner Unmittelbarkeit hat das Spielen auf der Bühne etwas Großartiges.

Lieber Herr Schmidt, herzlichen Dank für das Gespräch!

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