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Antonie Huff, Maxim Gorki Theater

Klubszene 2014: Die Kubinaut-Redaktion hat sich mit Antonie Huff, die gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr für Kultur (FSJ Kultur) am Maxim Gorki Theater macht, getroffen und sie zur bestehenden Klubszene der Jugendtheaterclubs der Berliner Bühnen befragt.

Foto: Justine Donner
Foto: Justine Donner

Redaktion Kubinaut: Im Rahmen der Kubinale findet auch die Klubszene – das Festival der Jugendclubs an Berliner Bühnen statt. Was ist dein Bezug zur Klubszene?

Antonie Huff: Von 2010 bis 2013 war ich im Jugendclub der Staatsoper und habe beim Festival selber gespielt und Workshops besucht. Dort habe ich viele Theaterpädagogen kennengelernt, denen ich dieses Jahr unter die Arme greife.

Spielst du noch selber Theater oder was machst du gerade?

Ich spiele nur noch selten Theater. Ich mache ein FSJ am Maxim Gorki Theater in der Theaterpädagogik und bin dadurch jetzt mehr hinter den Kulissen tätig.

Wie fühlt es sich für dich an in diesem Jahr auf der Seite der Organisatoren der Klubszene zu sein?

Gerade dieses Jahr ist es besonders spannend. Die letzten Jahre fand die Klubszene immer in einem Theater statt. Ein Haus war Gastgeber und hat alle Jugendclubs eingeladen. Dort haben sich die Jugendclubs einander vorgestellt und ihre Stücke gespielt. Seit diesem Jahr ist die Klubszene zum ersten Mal „on tour“. Das heißt, dass die Klubszene an verschiedenen Orten und über mehrere Wochen stattfindet.

Das Workshopwochenende ist dieses Jahr im Podewil. Was passiert an dem Wochenende?

Alle Beteiligten der Jugendclubs sind an drei Tagen eingeladen, mit Künstlern, Theatermachern, Performern und Choreographen zum Thema „Körperschau“ zu arbeiten und anschließend ihre Ergebnisse in einer Werkstattpräsentation vorzustellen. Dazwischen gibt es gemeinsame Essen und abends wird mit allen gefeiert.

Wie wichtig ist es deiner Meinung nach, dass sich die jeweiligen Jugendclubs kennenlernen? Gibt es Unterschiede?

Es gibt natürlich Unterschiede in der künstlerischen Orientierung und auch in der Zielgruppe, aber es handelt sich trotzdem in jedem Club um junge Menschen, die Kunst auf der Bühne machen wollen. Das Festival ist eine tolle Möglichkeit, sich kennenzulernen. Ich habe die letzten Jahre nur gute Erfahrungen gesammelt. Ich hab sehr viele Leute kennen gelernt, Freundschaften sind entstanden und es wurden sogar Klubszene-Nachtreffen von uns organisiert. Wir haben Improvisationstheater gemacht oder sind einfach zusammen in den Mauerpark gegangen. Das war möglich, weil niemand in den Jugendclubs bewertet wurde. Es war kein Konkurrenzkampf unter den Clubs, sondern es ging ums spielen.

Wie ist eigentlich das Verhältnis zwischen den Theatern und den Jugendclubs?

Es ist sehr unterschiedlich. Das hängt vor allem davon ab, wieviel Gelder und Mitarbeiter in den einzelnen Häusern für die Arbeit in den Jugendclubs zur Verfügung stehen. Zudem funktionieren die Clubs alle auf andere Weise. So nimmt das Theater an der Parkaue sehr viele Jugendliche auf, während das HAU den Houseclub hat und gezielt Schulklassen einlädt. Das Gemeinsame an allen Theatern ist, dass Jugendliche an einem Projekt arbeiten. Die Themen werden meistens von der Theaterpädagogin, vom Regisseur oder von den Jugendlichen vorgeschlagen und orientieren sich oft an Themen, die gerade am jeweiligen Haus relevant sind.

Wie ist arbeitet der Jugendclub am Maxim Gorki Theater?

Wir haben hier einen eigenen Raum und daher sehr viele Freiheiten und Möglichkeiten. Dadurch können wir uns Platz nehmen.

Wie kamst du zum Jugendclub der Staatsoper?

Ich habe mit 12 Jahren mal bei TUSCH – Theater und Schule mitgemacht. Dort habe ich eine Theaterpädagogin von der Staatsoper kennengelernt. Zwei Jahre später habe ich sie zufällig getroffen und sie hat mir von dem damals neu gegründeten Jugendclub erzählt.

Hat deine Erfahrung aus der Zeit im Jugendclub deine Entscheidung für ein FSJ Kultur am Maxim Gorki Theater beeinflusst?

Klar! Durch meine Zeit im Jugendclub habe ich mich definitiv für dieses FSJ entschieden. Und ich bin sehr froh, dass ich es am Gorki absolvieren kann, da ich schon immer die Inszenierungen des Hauses mochte. Man kann sich vorab gar nicht für ein Theater direkt bewerben, sondern kriegt Vorschläge. Ich war umso glücklicher, dass es dann hier geklappt hat. Ich komm aus Berlin, hab schon immer gerne Theater gespielt und finde, dass alle Berliner Jugendliche gute Möglichkeiten haben, hier in der Stadt Theater zu spielen. Das möchte ich jetzt gerne weitermachen und selber Theaterpädagogin werden.

Liebe Antonie, vielen Dank für das Gespräch!

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"Gerade dieses Jahr ist es besonders spannend."

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