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Tanja Ries, STREET COLLEGE

Ich plädiere für eine Stärkung von Projekten und Orten außerschulischer Kultureller Bildung.

Als Künstlerin, Moderatorin und Veranstalterin hat Tanja Ries ihren Weg in die Kulturelle Bildung gefunden. Seit 2000 begleitet sie als Koordinatorin und Projektleiterin das STREET COLLEGE, Plattform für selbstbestimmte und individuelle Lernziele im Gangway e.V.

Ein Kommentar von Tanja Ries zur Denkwerkstatt Kulturelle Bildung.

Zu wünschen wäre eine Definition des Begriffes der Kulturellen Bildung bzw. ein Blick über die reinen als Künste definierten Bereiche hinaus. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene erweitern und prägen unseren Begriff von Kultur permanent neu und diese sollten unbedingt in die Bereiche der Kulturellen Bildung mit einfließen.

Ich plädiere für eine Stärkung von Projekten und Orten außerschulischer Kultureller Bildung. Die Institution Schule ist (noch immer) ein Zwangskontext und braucht Gegenpole und Freiräume außerhalb dessen.

Um den Perspektivwechsel zu ermöglichen, dass Projekte der Kulturellen Bildung nicht "für" sondern "mit" Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt werden und um die vorherrschende Angebotslogik zu überwinden braucht es diesem Ziel entsprechende Fortbildungen für die Akteure in der Kulturellen Bildung.

Aus meiner über zehnjährigen Erfahrung als Künstlerin in der Kulturellen Bildung und Koordinatorin sowie Fortbildungsleiterin eines rein bedarfsorientierten Projektes liegen die hierzu nötigen Fortbildungsfelder in den Bereichen

- Methodik (partizipative und kreativitätsfördernde Ansätze und Tools sowie ein vertieftes Verständnis von Lern- und Kreativitätsprozessen)

- Grundhaltung/Kommunikation

- Persönlichkeitsentwicklung (als Voraussetzung, sich von der rein impulsgebenden Persönlichkeit hin zur offenen Prozessbegleiter*in zu entwickeln)

Ich empfehle, in die Entwicklung der Weiterbildungen (sowohl für Akteur*innen als auch für Koordinator*innen der Kulturellen Bildung) Menschen mit Praxiserfahrung in der Kulturellen Bildung einzubeziehen, um somit eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxisfeldern zu schlagen.

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