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"Wir glauben, dass es wichtig ist, die Schüler*innen nicht nur auf ihren Status als Flüchtlinge, Migranten, oder was auch immer, zu reduzieren, sondern sie erst einmal als Kinder oder Jugendliche in einem bestimmten Alter wahrzunehmen."

Ein Interview mit den Projektemacher*innen Simone Schander, Rainer Untch und Vanessa Gärtner zu ihrer Arbeit in Berliner Willkommensklassen.

Interview: Dominik Rauchfuß, Justine Donner

Liebe Simone, liebe Vanessa, lieber Rainer, gemeinsam mit dem Projekt „Zu dir oder zu mir?“ und den beteiligten Jugendlichen wart Ihr bei den „INTERVENTIONEN 2015 – Refugees in Arts and Education“ mit einer interaktiven Raumausstellung und einer Projektpräsentation zu Gast. Wie verortet Ihr Euch auf dem Feld?

Westlich von Kraut und Rüben. Oder wie ist das gemeint?

Na, auf dem Feld der kulturellen Bildung...

Ist das eine Frage, durch die man sich in seiner Position festlegen muss? Das können wir jedoch eher nicht, weil unsere Projekte immer wieder neu ausgerichtet werden. Man könnte sagen, dass wir auf dem Feld zwischen den Kulturen agieren und unsere Kunstaktionen ein kreatives Spielfeld für das Verknüpfen und Verstehen verschiedener Kulturen bilden. “Verschiedene Kulturen” können alles Mögliche sein, nicht nur das Fremde und wir, sondern auch alt – jung, Pankow – Wedding und so weiter.

Eure jüngsten Projekte in Willkommensklassen sind „Das kannst du deiner Oma erzählen“ und „Zu dir oder zu mir?“. Wie ist die Zusammenarbeit entstanden? Wie seid Ihr auf die Schulen zugegangen?

Das war unterschiedlich. Bei „Zu dir oder zu mir?“ war es eher so, dass die Tesla-Schule auf uns zugekommen ist, nachdem wir mit einer dortigen Willkommensklasse schon bei unserem ersten gemeinsamen Projekt „Pappenheim“ zusammengearbeitet hatten. Alle haben danach verlangt: „Mehr!“. „Zu dir oder zu mir?“ ist eine Idee, die wir während vieler Treffen mit Anne Bollwahn, die an der Tesla-Schule im Prenzlauer Berg eine Willkommensklasse unterrichtet, entwickelt haben. Übrigens stammt auch der Titel von Anne.

Für das Projekt „Das kannst u deiner Oma erzählen“ war es wichtig, dass die beteiligten Schulen nicht allzu weit von dem Seniorenheim entfernt liegen, mit dem wir das Projekt geplant hatten. Das Max-Dellbrück-Gymnasium befindet sich ganz in der Nähe und deshalb haben wir dort direkt angefragt, ob sie Interesse haben, mit einer Willkommensklasse an dem Projekt mitzuwirken. So konnten wir auch schon vor der Präsentation vorbeischauen, um den Schüler*innen den Ort zu zeigen, weil der Umgang mit älteren Menschen, vor allem auch anderer Kulturen, mitunter nicht selbstverständlich ist. Auch zwei Lehrerinnen aus Friedrichshain und Wedding, die wir schon aus anderen Projekten kannten, haben gleich zugesagt. Und schon ging’s los.

„Zu dir oder zu mir?“-Ausstellung im Rathaus Pankow. Foto: Rainer Untch
„Zu dir oder zu mir?“-Ausstellung im Rathaus Pankow. Foto: Rainer Untch

Wie sind die Projekte abgelaufen? Lief alles nach Plan?

Auch das war unterschiedlich. Die „Oma“ lief eigentlich nach Plan, vom Kennenlernen bis zur Präsentation im Altersheim, auch wenn wir nicht alles genau planen konnten. So hat sich herausgestellt, dass ein Schüler schon seit längerem hobbymäßig zaubert und wir haben dann eine kleine Zaubershow ins Programm genommen. Es war auch unklar, wie viele Senioren dann tatsächlich erscheinen würden. Normalerweise melden sich viele Senioren bei den Veranstaltungen mit Kaffee und Kuchen an. In diesem Fall waren es erstaunlich wenige. Die Leiterin des Seniorenheims erzählte uns irgendwann, die wollten keine Geschichten von Flüchtlingen hören, weil es sie an ihre eigene Not nach dem Krieg erinnerte. Aber es ließ sich dann noch klären, dass da eher lustige Geschichten zu erwarten sind. Umso schöner war dann der Verlauf dieser Veranstaltung. Eine Omi sagte am Ende des Nachmittags, dass sie zwar die Filme nicht ganz verstanden habe, aber die Atmosphäre sei so schön gewesen und sie würde sofort wiederkommen.

„Zu dir oder zu mir?“ verlief da anders. Wir hatten zuerst mit drei Schulen geplant – zwei Willkommensklassen, eine Regelklasse. Dann hatte aber die Schulleitung an der Tesla-Schule gewechselt und die neue Schulleiterin fand es gut, dass auch gleich eine Regelklasse der Schule in das Projekt mit einbezogen wird, damit sich Willkommensschüler und die Schüler aus Regelklassen kennenlernen können. Und so haben wir dann das Projekt an nur zwei Schulen durchgeführt. Auch die Frage des Ausstellungsortes beschäftigte uns eine ganze Zeit lang. Ursprünglich war geplant gewesen, die Ausstellung in der Galerie im Saalbau in Neukölln zu bauen. Aber von Seiten des Kulturamts Neukölln war es aus verschiedenen Gründen nicht möglich, verbindliche Zusagen dazu zu erhalten. Lange Zeit bemühten wir uns dann um eine leerstehende Schule direkt neben der Tesla-Schule als Ausstellungsort. Das Hochbauamt erklärte das Gebäude aber dann als baufällig und konnte sich auch nicht auf eine temporäre Nutzung einlassen. Schließlich gelang es uns, die Integrationsbeauftragte des Bezirks Pankow, Frau Katharina Niewiedzial, von unserem Projekt zu begeistern und sie bot uns an, das Foyer des Rathauses Pankow als Ausstellungsort zu nutzen.

In eine Willkommensklasse kommen Kinder oder Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund aus ganz unterschiedlichen Ländern. Sie bauen ihre Deutschkenntnisse aus, um dann am Regelunterricht teilnehmen zu können. Mit welchen Erwartungen wurdet Ihr konfrontiert? Wie habt Ihr an den unterschiedlichen Lebenswelten der Jugendlichen angedockt?

Erst einmal wurden keine großen Erwartungen an uns gestellt. Wir kamen in die Klasse, erzählten, was wir vorhaben und schon war das Interesse da. Was uns immer wieder auffällt, ist, wie offen und neugierig die Schüler*innen in Willkommensklassen sind. Sie kommen von überall her und doch sind sie eine Gemeinschaft, die sich auf Sachen einlässt. Und das macht es einfach, Impulse zu geben und zu schauen, was kommt. Wir selber halten uns bei der Arbeit mit unseren Ideen meist im Hintergrund und sehen unsere Aufgabe eher im Unterstützen und Anregungen geben. Was von den Jugendlichen kommt, hat natürlich etwas mit ihren Wünschen, Träumen und Vorstellungen zu tun und so bilden sich in den Projekten auch die Lebenswelten der Jugendlichen ab. Im Projekt „Zu dir oder zu mir?“ haben die Schüler*innen ihre Lebenswelten in von ihnen selbst inszenierten Räumen aus Pappe abgebildet. Ein Mädchen aus Mazedonien hat einen großen Küchentisch als zentralen Ort für die ganze Familie gebaut. Ein Junge aus Syrien den großen Sportplatz, wo er mit seinen Freunden spielen kann, oder drei unbegleitete Brüder aus Pakistan ein Haus in dem sie gemeinsam leben können, wie eine Familie.

Wie verlief die Zusammenarbeit mit den Beteiligten Lehrer*innen? Welche Erfahrungen haben Sie eingebracht?

Wir kannten ja bei den beiden Projekten die Schulen und die meisten Lehrerinnen schon von anderen Projekten. Wir haben sie ausgesucht, weil wir wissen, was für eine tolle Arbeit sie leisten. Die Lehrerinnen, mit denen wir zum ersten Mal arbeiteten, waren aber sehr schnell offen für unsere Arbeitsweise und nahmen die Möglichkeit wahr, sich ins Projekt einzubringen. Sie hatten zwar während des Projekts auch organisatorisch einiges zu leisten, machten aber, wenn sie konnten, bei der Arbeit mit und brachten eigene gute Ideen ein.

Welche größten Hürden habt Ihr gemeistert und wo lief es überraschend gut?

Eine ziemliche Hürde war es, einen geeigneten Ort für unsere „Zu dir oder zu mir?“-Ausstellung zu finden. Dass sie dann letztendlich sechs Wochen im Rathaus Pankow zu sehen war und nicht wie geplant nur 14 Tage, war schon toll. Die Resonanz war großartig. Beim Abbau der Ausstellung kamen Leute, die im Rathaus arbeiten, auf uns zu und fragten, ob die Ausstellung nicht noch länger bleiben könnte, weil sie sich zwischendurch die Geschichten und Bilder anschauen konnten, darüber sprachen und ihnen die Ausstellungsstücke so gut gefallen haben.

Und bei der „Oma“ war am Anfang nicht ganz klar, wie die beiden Gruppen sich begegnen würden. Es war ja unser erstes Projekt, in dem wir Jugendliche und Senioren zusammengebracht haben, also Gruppen, die ansonsten keine wirklichen Berührungspunkte miteinander haben – Schule und Seniorenheim sind weit voneinander entfernt. Dennoch gibt es viele Parallelen. Senioren leben in der Gesellschaft meist auch eher am Rand, häufig ohne Familienanschluss. Und die Senioren, die wir heute in den Heimen finden, haben oft noch am eigenen Leib erlebt, was Flucht aus der Heimat bedeutet. Was uns dann aber richtig überrascht und gefreut hat, war die gute Stimmung bei der Präsentation. Wir dachten am Anfang die Senioren würden nur kommen, weil es Kaffee und Kuchen umsonst gab, aber dann war da eine richtig offene Atmosphäre, alle haben zugehört, gelacht, geklatscht. Und ganz am Ende haben sich Alt und Jung die Ausstellung gemeinsam angesehen und sich in kleinen Gruppen miteinander unterhalten – wie und in welcher Sprache konnten wir nicht immer nachvollziehen.

„Zu dir oder zu mir?“-Ausstellung im Rathaus Pankow. Foto: Rainer Untch
„Zu dir oder zu mir?“-Ausstellung im Rathaus Pankow. Foto: Rainer Untch

Welche Geschichten wurden im Projekt „Das kannst du deiner Oma erzählen“ erzählt? Wo finden wir die?

Die Geschichten und Filme hatten alle den Ausgangspunkt, dass die Jugendlichen von ihren ersten Eindrücken in Deutschland berichten und die dann weitergesponnen haben. Ganz zu Beginn ließen wir alle erst einmal ihre Omas zeichnen, um den Adressaten der Geschichten klar zu kriegen. Übrigens ist interessant, dass es in fast allen Sprachen – Rumänisch, Türkisch, Urdu – diese Redewendung für unglaubwürdige Quatschgeschichten gibt.

Ein paar kleine Filme kann man sich im Netz anschauen, auf der Website unzo.de/Oma.html. Und natürlich gibt’s da dann auch noch den Blog omageschichten.tumblr.com, bei dem man einen ganz guten Überblick über das ganze Projekt bekommt.

Es gibt viele interessierte Akteur*innen, die sich in Projekten engagieren möchten, die mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten. Welche Dinge sollten sie bei der Projektkonzeption berücksichtigen?

Wir glauben, dass es wichtig ist, die Schüler*innen nicht nur auf ihren Status als Flüchtlinge, Migranten, oder was auch immer, zu reduzieren, sondern sie erst einmal als Kinder oder Jugendliche in einem bestimmten Alter wahrzunehmen. Natürlich begegnet man immer wieder ziemlich harten Geschichten, aber wenn man sich dann die Fotos anschaut, die ein Jugendlicher mit seinem Handy auf dem Schlauchboot auf dem Mittelmeer aufgenommen hat, wird das Ganze wieder persönlich – ein Junge, ein Schlauchboot, ein Meer. Man sollte diesen ganzen Fluchtkontext nicht ausblenden, aber auch nicht extra betonen. Sie sind genug mit einer völlig neuen Situation konfrontiert, als dass man sie auch noch mit Mitleid belasten sollte.

Deswegen geht es uns in unseren Projekten neben den Fragen „Was bringe ich mit?“, „Was finde ich vor?“, vor allem auch darum „Welche Wünsche und Hoffnungen habe ich?“ – und das sind für den Einzelnen schon sehr wichtige Fragen.

Wie geht es weiter? Welche Konsequenzen haben die Erfahrungen mit den Projekten für eure zukünftige Arbeit?

Als wir das erste Mal im Projekt „Pappenheim“ mit Schüler*innen aus Willkommensklassen zusammen gearbeitet haben, war für uns schnell klar, dass wir so eine Arbeit gerne fortführen würden. Die Schüler*innen sind offen, neugierig, dankbar… und seitdem machen wir ja immer wieder Projekte mit ihnen. Vor allem die Kombination aus Erfinden, Gestalten und Bauen ist dabei sehr fruchtbar, gerade wenn die sprachlichen Möglichkeiten noch sehr limitiert sind.

Seid Ihr für Kooperationen ansprechbar? An welchen Kooperationen seid Ihr interessiert?

Natürlich sind wir für alle möglichen Formen der Zusammenarbeit offen. Am liebsten würden wir einmal richtig groß im öffentlichen Raum arbeiten, also eine Installation vor dem Kanzleramt oder im Hauptbahnhof realisieren – an Orten, wo die verschiedensten Menschen zusammenkommen – und den Jugendlichen einmal eine große Bühne ermöglichen.

Es wäre toll, Projekte mit Willkommensklassen über einen längeren Zeitraum machen zu können – mehr als nur immer eine Projektwoche. Die ist dann zu Ende und man hat eigentlich gerade erst angefangen. Vielleicht könnte man diese Jugendlichen auch über ein ganzes Jahr begleiten, ganz oder auch nur punktuell, mit mehreren Terminen über das Jahr verteilt. Und dann natürlich am besten wieder mit verschiedenen beteiligten Gruppen gemeinsame Aktionen entwickeln.

Vielen Dank für das Gespräch.

Zum Team:

Simone Schander
Aktions- und Installationskünstlerin. Sie verbindet ihre künstlerische Arbeit mit Bildungskonzepten, kreativen Wissenschaften sowie mit Aktionen zur Stärkung von Diversität und Partizipation für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zahlreiche Kulturprojekte und Ausstellungskonzepte wurden von ihr initiiert und verwirklicht, wie z.B. Kunstausstellungen, Theater- und Performanceaktionen, Kunstprojekte in natürlichen sowie urbanen Landschaften, temporäre Museumskonzepte, Trick-, Spiel- und Dokumentarfilme sowie Literaturfeste und Kunstaktionen im öffentlichen Raum. Nationale und internationale Schulen, Bildungseinrichtungen, Seniorenheime, Museen, Galerien, fachspezifische Einrichtungen sowie auch Wirtschaftsunternehmen gehören zu ihren Kooperationspartnern.
www.kinderart.de

Rainer Untch
Ethnologe, Filmemacher, Medienkünstler. Rainer Untch arbeitet medienpädagogisch im Kinder- und Jugendbereich und ist freier Dozent für Film und Animation bei verschiedenen Jugendkultureinrichtungen in Berlin. Er hat seit 1998 schon zahlreiche Workshops mit Kindern und Jugendlichen im In- und Ausland durchgeführt. 2009 war er Mitbegründer der „Initiative Ästhetische Feldforschung", einem Zusammenschluss von Künstlern, die aus dem Bereich der Kulturwissenschaften kommen und in der kulturellen Jugendarbeit und Jugendkunst tätig sind. Die Initiative hat das Ziel, verschiedenste Formate für Jugendprojekte zu entwickeln und durchzuführen, in denen mit künstlerischen Mitteln und ethnologischem Blick das Eigene / Fremde erforscht und abgebildet wird. Ein erstes Projekt in diesem Rahmen war die Ausstellung “Sieben Felder” im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, eine Kooperation mit dem Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität, Berlin und drei Berliner Sekundarschulen. Rainer Untch ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe NADA World International und veröffentlicht hauptsächlich unter diesem Label.
www.unzo.de

Vanessa Gärtner
Vanessa Gärtner arbeitet als freischaffende Bühnenbildnerin und Künstlerin, gestaltet für und mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Bühnen, Räume und Orte. Sie formt und forscht auch jenseits des Theaters, gestaltet Ausstellungen, illustriert und konzeptioniert Kunst- und Kulturprojekte. Sie hält Kooperationen mit Vereinen, dem Grips Theater, TUSCH – Theater und Schule, der Schlesischen27, dem Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“, tanz theater dialoge e.V., FEZ u.a.
www.buehnen-gaertnerin.de

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