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#8 DIVERSITY MATTERS?

Seit Januar 2016 arbeitet die Geschäftsstelle des Projektfonds Kulturelle Bildung an einer diversitätsorientierten Organisationsentwicklung. Ziel ist es, ein größeres Bewusstsein für diskriminierungskritische Perspektiven auf die Kulturelle Bildung zu schaffen und gleichzeitig die Ressourcen der Förderinstitution für eine diversere Antragsteller*innenschaft zugänglich zu machen. Aus diesem Grund widmet sich die Kubinaut-Redaktion mit ihrem neuen Magazin-Thema dem Begriff "Diversität" und möchte dabei auf die Begriffsklärung und -kritik sowie aktuelle Diskurse eingehen.

Unter dem Begriff "Diversity" wird die Akzeptanz der Heterogenität, Vielfalt, Andersartigkeit und Mannigfaltigkeit von Menschen verstanden. Ziel ist es, diese Vielfältigkeit einer Gesellschaft auch in Institutionen strukturell und inhaltlich widerzuspiegeln und eine Offenheit für alle Menschen unabhängig von sozialen Kategorien zu schaffen. Diversity-Kategorien sind u.a. Geschlecht, Gender, sexuelle Orientierung, Race, Alter, kulturelle Herkunft, Behinderung, soziale Klasse. Diese werden in der Diversity-Forschung als institutionell wie kulturell konstruiert und deshalb prinzipiell veränderbar verstanden. Bei der Verwendung des Wortes "Diversity" gilt es jedoch neben der positiven Bedeutung von Vielfalt auch diskriminierende Strukturen zu benennen. Rassismus, Klassismus, Sexismus und Ableismus sind Diskriminierungsformen, die in sozialen und institutionellen Strukturen - auch in Kultureinrichtungen - immer noch bestehen, wie auch Sandrine Micossé-Aikins, Geschäftsstellenleitung des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung bis 2016, aktuell Leitung des Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung), in einem Interview für "Kultur öffnet Welten" bemängelt: "Der deutsche Mainstream-Kulturbetrieb identifiziert sich nicht wirklich mit dem Begriff „diskriminierungskritisch“. Lieber werden Vokabeln wie „international“ oder „Diversity“ benutzt – Ausschlüsse, Hierarchien und Macht werden so nicht thematisiert." Diskriminierung in Kultureinrichtungen oder kulturellen Projekten kann sich dabei  strukturell (in Form von mangelhafter Diversität in der Belegschaft oder männlich und weiß dominierten Hierarchien) und inhaltlich (beispielsweise in Form von Exotisierung, kultureller Aneignung oder Reproduzierung von Stereotypen) äußern.

Die Beiträge werden in den kommenden Monaten i.d. Regel in Interviewform fortlaufend erscheinen. Diversity-Expert*innen sowie erfahrene Projektemacher*innen werden zu Diversity im Allgemeinen sowie zu den einzelnen Kategorien befragt. Formen von Diskriminierung sollen konkretisiert und Gegenstrategien benannt werden, um auch Handlungsmöglichkeiten für die Herausforderungen in der Kulturellen Bildung zu ermöglichen.

 

 

 

Eröffnung mit DGS-Dolmetscher*innen (außen) und Yasmina Bellounar und Sarah Schaaf vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung (in der Mitte, v.l.n.r.). Foto: Justine Donner / Kulturprojekte Berlin
Zusammenfassung „Immer auf Augenhöhe?! Machtkritische Ansätze innerhalb der Kulturellen Bildungsarbeit“

„Auf Augenhöhe“ – so wollen viele Projekte und Organisationen in der Kulturellen Bildung gerne arbeiten, schließlich geht es darum, allen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Doch wie lässt sich Augenhöhe herstellen und wie ernst ist es uns mit der Augenhöhe, wenn sie Machtstrukturen hinterfragt oder sogar dazu beiträgt, Macht umzuverteilen?

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Belaid Le Mharchi
2. Kubinaut-Podcast mit Veronika Gerhard (akademie der autodidakten)

Veronika Gerhard leitet derzeit die akademie der autodidakten am Ballhaus Naunynstraße. Über diese Arbeit und Ihre Vorstellungen einer diversitätsorientierten Kulturpraxis spricht sie im 2. Kubinaut-Podcast, mit dem das Magazin #9 "Diversity matters?!" seine Abschluss findet.

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One Day I went to *idl - ein Theaterprojekt von und mit Refugees und postmigrantischen jungen Erwachsenen

One Day I went to *idl ist eine Produktion der akademie der autodidakten des Ballhaus Naunynstraße und wurde dort 2015 uraufgeführt. Kubinaut sprach mit den Initiator*innen des Projekts über ihre Arbeit und ihre Sicht auf Diversität.

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Interview mit Berlinklusion - Initiative von und für Kulturschaffende mit und ohne Behinderungen

Die Initiative Berlinklusion wurde von einer Gruppe von Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstpädagog*innen, Vermittler*innen und Unterstützer*innen mit und ohne Behinderungen gegründet, die Berlins lebendige Kunstszene für ein breiteres Publikum zugänglicher machen wollen.

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Jenseits von Happyland

Mehrsprachigkeit und Diversität sind mittlerweile an vielen Schulen selbstverständlich. Der unverkrampfte Umgang damit jedoch noch lange nicht. Jugendliche von zehn bilingualen Berliner Europa-Schulen suchten zwischen Dezember 2016 und Mai 2017 mit dem Projekt „Neue Expert*innen!“ nach alternativen Bildern und Erzählungen, die ihrem komplexen Alltag gerecht werden.

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Neue Plattform Amelinde: Vermittlung speziell von und für Künstler*innen mit Behinderung

Ziel ist es, Kunstschaffenden und Kulturveranstalter*innen ein gegenseitiges Kennenlernen ihrer Arbeit und eine direkte Ansparche zu ermöglichen.

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Paola De Martin über Designer*innen aus ökonomisch benachteiligten Milieus und ihr Bruch mit der Normativität von ästhetischen Kategorien

Paola De Martin, Pädagogin, Textildesignerin und Historikerin, lehrt z. Zt. an der ZHdK Designgeschichte im Dept. Design, sowie Interkulturalität im Dept. Art Education. Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Postkolonialen Studien.

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Theaterüberfall mit Zora Schemm und Sebastian Urbanski; Foto: Theater RambaZamba
Theaterüberfall mit Zora Schemm und Sebastian Urbanski; Foto: Theater RambaZamba
Theater RambaZamba über umgekehrte Inklusion

Lange bevor das Wort Inklusion aufkam, setzten der Verein und das Theater RambaZamba die Idee der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft in die Tat um. Menschen mit Lernschwierigkeiten sollen ihr besonderes künstlerisches Potential vielfältig ausdrücken können.

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Studie "Handlungsoptionen zur Diversifizierung des Berliner Kultursektors" - eine Expertise von Citizens For Europe

Die Studie verweist auf vermeidbare Fehler in der Diversitätsentwicklung, wozu beispielsweise das Arbeiten ohne Datengrundlage oder Benennung konkreter Zielgruppen gehört, und benennt Erfolgskriterien wie die Einbindung der Zielgruppen in die Prozesse der Diversitätsentwicklung.

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Diversity.Arts.Culture: Den Kulturbetrieb von morgen gestalten

Eröffnung Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung im Podewil: Zentrale Bestandteile der Arbeit des Projektbüros sollen Wissensvermittlung, Erfahrungsaustausch und Empowerment sein. Angeboten werden unter anderem Qualifizierungs- und Diskussionsveranstaltungen und Programme für junge Kulturschaffende.

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Elke Smodics und Renate Höllwart von trafo.K

trafo.K arbeitet an Forschungs- und Vermittlungsprojekten an der Schnittstelle von Bildung und kritischer Wissensproduktion. Kubinaut hat mit Elke Smodics und Renate Höllwart, zwei der Gründerinnen von trafo.K, gesprochen und sie zu ihrer Arbeit und ihrem Verständnis befragt.

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SAVE THE DATE und CALL FOR PROJECTS INTERVENTIONEN 2017 DIVERSITY IN ARTS & EDUCATION

Wir laden ein zum praxisorientierten Ver-Lernen, zum Neu- und Wiederfinden machtkritischer Kulturpraxen von marginalisierten Akteur*innen, Expert*innen und Vertreter*innen der kritischen Diversitäts- und Fachpraxis sowie Gruppen aus der Freien Szene und Kulturinstitutionen.

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Broschüre zu Gender_Sexualitäten_Begehren in der Bildungsarbeit

Themen wie Sprache und Macht, Überschneidungen von Sexismus und Rassismus, Heteronormativität, Erfahrungsberichte von queeren Seminar-Teilnehmer*innen, Privilegien, sexualisierte Gewalt, Kritische Männlichkeit und vieles mehr werden angesprochen.

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Kubinaut-Podcast # 1 mit KontextSchule

Für den Kubinaut-Podcast #1 hat Caroline Froelich im Rahmen des Magazinthemas "Diversity matters?" Aicha Diallo und Danja Erni von KontextSchule getroffen, um mit Ihnen darüber zu reden, wie KontextSchule arbeitet und was für Themen ihnen dabei wichtig sind.

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Szenenwechsel - Diversität in Kultur und Bildung: Keynote von Prof. Dr. Maureen Maisha Auma

Die Keynote wurde von Prof. Dr. Maureen Maisha Auma, Professorin für Kindheit und Differenz (Diversity Studies), Hochschule Magdeburg-Stendal/HU Berlin, gehalten.

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Bella Hager - Gründerin von „i-Päd – intersektionale Pädagogik“

„I-Päd – intersektionale Pädagogik“ ist ein Projekt, dass die Anerkennung der Komplexität von Identitäten in der Pädagogik fördern soll - von Kindern und Jugendlichen sowie auch die der Lehrer_innen, Erzieher_innen und aller anderen Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten.

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Mustafa Akça über das Projekt SELAM OPERA! - Das interkulturelle Projekt der Komischen Oper Berlin

"Dazu gehört die Sensibilisierung aller Mitarbeiter der Institution für die migrantische Gesellschaft, in der wir heute leben. Scheinbare Selbstverständlichkeiten werden aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und manchmal auch in Frage gestellt, Projekte dialogisch mit dem potentiellen Publikum entwickelt, anstatt dieses von oben zu beglücken. "

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Szenenwechsel #2: Norouz-e Naft – Vom Anfang & vom Ende

Norouz-e Naft verbindet Norouz, das Neujahrsfest, mit Rouz-e Naft, dem Tag des Öls. Norouz (“neuer Tag”) zelebriert einen Wechsel, eine Veränderung, eine Umdrehung der Kräfteverhältnisse.

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Prof. Dr. Iman Attia - Professorin für Diversity Studies/Rassismus und Migration an der Alice Salomon Hochschule Berlin

"Diversity wird ganz unterschiedlich verstanden, in den entsprechenden Modulen verstehen wir an der ASH unter Diversity das Verhältnis von Differenzierung und Macht."

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Toolbox inklusive Vereinsarbeit

"MSO inklusiv!" hat eine Toolbox erstellt, die einen ersten Überblick darüber geben soll, wie und mit welchen Werkzeugen Migrant*innenselbstorganisationen ihre Vereinsarbeit inklusiver gestalten können.

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Lesetipps zum Themenfeld "Diversity"

Kubinaut hat eine Sammlung an Lektüreempfehlungen zum Themenfeld "Diversity" mit Bezug zur Kulturellen Bildung erstellt.

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Dr. Antke Engel - Institut für Queer Theory

Welche Medienbilder, Moralvorstellungen und Fantasien beeinflussen unser Verständnis von Geschlechtern und Sexualitäten? Welche sozialen Praxen disqualifizieren eine_n als Mädchen oder Junge?

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„Impulspapier der Migrant*innenorganisationen zur Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft. Wie interkulturelle Öffnung jetzt gelingen kann!“

Über 50 Migrant*innenorganisationen aus ganz Deutschland haben anlässlich des 9. Integrationsgipfel am 14. November 2016 ein gemeinsames Impulspapier erarbeitet und der Bundeskanzlerin zum Gipfel präsentiert.

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Szenenwechsel - Diversität in Kultur und Bildung

KulturBilder Vol. 27 - Klubreihe zur Kulturellen Bildung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wildes Palais

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Kubinaut - Partnerbörse Kulturelle Bildung #5

Mit der Partnerbörse Kulturelle Bildung möchte Kubinaut aktuelle Fachdiskurse aufgreifen und Gelegenheit für Austausch, Vernetzung und Information bieten. In diesem Jahr widmet sich die Partnerbörse dem Thema „Diversität“.

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Neues Onlineportal „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“ zur Stärkung der Demokratiekompetenz von Kindern und Jugendlichen

Das neue Onlineportal „Demokratie. Vielfalt. Respekt.“ richtet sich an Fachkräfte aus Kita, Schule, Kinder- & Jugendbildung.

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