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KUNST IST MÖGLICH (WENN WIR WOLLEN)

Von Veronika Gerhard

Was passiert?
Kunst kann Konzept, Gedanke, Behauptung, Freude am Experiment, Moment, Politik, Wissensproduktion, Aktivismus, Meditation oder Provokation von Begegnungen und Geistesregungen sein. Wir lieben Kunst, die Grenzen überschreitet und verschwimmen lässt – nicht nur zwischen ihren verschiedenen Gattungen Theater, Literatur, Performance, Musik, Film und Bildende Kunst, sondern auch zwischen Menschen, die sich durch sie begegnen und miteinander in Beziehung treten. Die westliche Kunstwelt präsentiert sich jedoch notorisch exklusiv. Besonders für Künstler*innen sowie Rezipient*innen of Color gibt es eine Vielzahl von Hindernissen, die deren Partizipation am und Inklusion ins Kunstgeschehen verhindern: physische Barrieren, die Museen, Galerien und Kunstorte in großen, einschüchternden Staatsarchitekturen anordnet, sowie exklusive Netzwerke, strukturelle Grenzen und die mangelnde Vielfalt innerhalb von Kunstinstitutionen und kulturpolitischen Entscheidungsgremien.

Neu angekommene Künstler*innen und Künstler*innen of Color, die Kunst praktizieren, aber keinen staatlich anerkannten Abschluss haben, ihre Ausbildung im Ausland gemacht haben oder schwer goutierbare Kunst als Antwort auf bestimmte Themen produzieren, sind noch mehr als andere vom ‚guten Willen’ - ‘Good Will‘ eines Apparates abhängig, der künstlerische Qualifikationen subjektiv beurteilt, nicht anerkennt und oft verschleiert, warum er bestimmte Arbeiten und Positionen für relevant hält. Das alles geschieht vor dem Hintergrund eines (turbo-) kapitalistischen (Kunst-)Marktes, der Humankapital und kulturelle Produktion vor allem nach der Logik ihrer Verwertbarkeiten beurteilt.

Sandrine Mikossé-Aikins, Künstlerin und Kuratorin, die das neugegründete Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung leitet, stellt im Gespräch mit Kultur öffnet Welten als Antwort auf die Frage „Aber gilt nicht gerade die Kultur als progressiver Teil der Gesellschaft?“ fest: „Das ist nur ein Image. Der deutsche Mainstream-Kulturbetrieb identifiziert sich nicht wirklich mit dem Begriff ‚diskriminierungskritisch‘. Lieber werden Vokabeln wie ‚international‘ oder ‚Diversity‘ benutzt – Ausschlüsse, Hierarchien und Macht werden so nicht thematisiert. Die idealisierte Vorstellung von der freien Kunst bedeutet gleichzeitig die irrige Annahme, dass der Kulturbetrieb automatisch allen gleich zugänglich wäre – ohne darüber zu sprechen, dass auch die Kunst ein kapitalistisches System ist, das Menschen mit Gewalt raushält.“ (Lanzke 2016)

Künstler*innen of Color und Identitätspolitiken
Die große Aufmerksamkeit, welche die Kunstwelt derzeit der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘ entgegenbringt, kann man zugleich optimistisch und pessimistisch verstehen. Einerseits zeigt es sich, dass die Kunstwelt schnell auf aktuelle Ereignisse reagiert und keine Angst davor hat, auch Politisches zu thematisieren oder politisch zu werden. Dass dieses Interesse auch davon motiviert ist, Trendthemen zu bedienen und so zu profitieren, ist zwar beunruhigend, aber sicher nicht überraschend.  Carmen Mörsch konstatiert: „Der größere Teil von Projekten mit migrationsgesellschaftlichem Fokus wird von Mehrheitsangehörigen vorangetrieben, welche sich über als migrantisch markierte Teilnehmende freuen, aber die Jobs im Kulturbetrieb weiterhin selbst besetzen wollen: Die Forderung ‚Migrant_innen ins Museum‘ beispielsweise meint in der Regel nicht das Direktor_innenzimmer oder überhaupt nur irgendeinen Arbeitsplatz mit Gestaltungsmöglichkeiten jenseits der unteren Dienstleistungsbereiche wie Aufsicht, Maintenance, Garderobe.“ (Mörsch 2016: 74)

Dieses Paradoxien durchziehen die Kunstwelt und ihre Strukturen von den Spitzen der großen Institutionen bis hin zum künstlerischen Selbstverständnis der Kunstproduzent*innen selbst. Es gibt Künstler*innen mit Hintergrund, die gerne Kunst zum Thema Migration machen, es gibt aber auch solche, die das nicht wollen; die gerne in Gruppenausstellungen unter dem Motto Migrant*innen- oder Flüchtlingskunst aufgenommen werden, aber keine langfristige Zugehörigkeit zu diesem Label oder den Institutionen – die Ausstellungen zu solchen Themen möglich machen – wünschen, da sie durch die Einsortierung ihrer künstlerischen Produktion unter diese Labels Gefahr laufen, dass ihre Arbeit auf Dauer nur noch in dieser Kategorie gelesen wird (und nicht wegen ihrer ästhetischen Qualität Beachtung findet). Viele Künstler*innen haben deshalb gelernt, dass sie ihr Werk und ihre Identität strategisch nutzen können, wenn sie für Beiträge in diesem Kontext angefragt werden.

Die Künstlerin und Kuratorin Coco Fusco berichtet über die Entwicklung der Identitätspolitiken im Laufe ihrer künstlerischen Praxis: „Warum hielten die Kunstförderer [1980 in den USA] an einer Sicht der ästhetischen Innovation fest, die den Werken nichtweißer Produzenten / Produzentinnen jeglichen Wert absprach? Als Nächstes folgte der Kulturkrieg der frühen 1990er Jahre, in dem Multikulturalismus diffamiert wurde – aus der Privatisierung der Kultur folgend. Im Gegenzug explodierte das Interesse an zeitgenössischer afroamerikanischer Kunst, und überhaupt wurde das Sammeln von Gegenwartskunst mehr und mehr zum globalen Geschäft. Der Markt trug wesentlich dazu bei, den politischen Aktivismus um Fragen der Identität einzudämmen. [...] Für die systematische Analyse institutioneller Praktiken oder für die organisierte Forderung nach Inklusion werden weitaus weniger Energien aufgewandt – eine traurige Folge der Marktherrschaft im Kunstsektor und des Versagens der Kunstschulen, Lehrpläne mit globalem Horizont und fundierte Kurse für postkoloniale Theorie zu entwickeln.“ (Fusco 2017: 115)

Was kulturelle Bildung damit zu tun hat
Künstler*innen, die als Teaching Artists oder Kunstvermittler*innen im Feld der kulturellen Bildung mit Menschen mit Fluchterfahrung arbeiten, müssen deshalb ihre Aufmerksamkeit besonders dafür schärfen, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit zum Instrument einer kolonialen Konstellation und Machtverteilung werden, welche die Kontinuität ihres hierarchischen Kulturverständnisses gewährleistet wissen will.

In ihrer Keynote im Rahmen von Szenenwechsel – Diversität in Kultur und Bildung nennt Prof. Dr. Maureen Maisha Auma das Kulturverständnis, das in Projekten der kulturellen Bildung vorherrscht: „ein Kulturverständnis was sich durchgesetzt hat, was hierarchisch arbeitet, das wir als Dominanzkultur kritisieren. Was daraus entstehen kann bzw. entsteht, ist die so genannte Kulturalisierungsfalle. Das ist ein Begriff von Annita Kalpaka und was damit gemeint ist, ist diese enge Sicht auf Kultur, in der Kultur mit Zivilisation gekoppelt ist, mit Nation, mit höher und niedriger, also ‚die hohe Kunst‘ und offen lässt, was niedrige Kunst ist, aber auf jeden Fall sehr starke hierarchische Bilder produziert. Deswegen ist eine zentrale These meiner Arbeit, dass Kulturelle Bildung eher zur Stereotypisierung und Kulturalisierung und zum Kultur-Rassismus beiträgt, als dass sie zu Gleichstellung und Diskriminierungsschutz führt. [...] Es sieht dann zwar so aus als würden Menschen, die als Andere konstruiert werden, mehr in künstlerischen Projekten gespiegelt werden, aber die Art, wie sie gespiegelt werden, ist wenig dominanzkritisch. Das heißt wir haben eine Zunahme von Differenz, von Menschen, die wahrgenommen werden als Menschen, die Merkmale der Differenz haben, und trotzdem bleibt die Erzählweise dominant und stärkt die Kontinuität der dominanten Konstellation.“ (Auma 2016)

Und dann?
Im Kontext einer entmenschlichenden Rhetorik über Einwanderung und der zunehmenden Abstumpfung des Mitgefühls in den Aufnahmegesellschaften ist der Erfolg der Kunst mit ihrer Fähigkeit, Empathie durch alternative Narrative zu fördern, trotzdem von unschätzbarem Wert. Anstatt die trennenden politischen Grenzen zwischen ‚Anderen‘ und ‚uns‘ zu festigen, können zeitgenössische Kunst und Kunstinstitutionen die Positionen näher zusammenbringen und als Knotenpunkte und Plattformen funktionieren, die ihre strukturellen Bedingungen und Exklusionsmechanismen reflektieren und durchsichtig machen und von denen aus Erfahrungen und Gedanken von Migrant*innen und neu angekommenen Menschen in den kulturellen Mainstream gelangen.

Das Potenzial von Kunst im Kontext von Flucht und Migration wird jedoch bewusst oder unbewusst viel zu häufig auf seinen therapeutischen oder kulturellen Nutzen und die Fähigkeit reduziert, Biographien von Menschen mit Fluchterfahrung als mehr als die Summe ihrer Stereotype darzustellen. Auch wenn das unter den aktuellen Bedingungen schon ein wichtiges Verdienst ist, ist doch die kritische Trennlinie zwischen Kunst und Kultur vor allem dadurch markiert, dass Kunst und Künstler*innen seit Jahrhunderten einen „erbitterten Kampf um die Unabhängigkeit von kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Einflussnahmen“ und Instrumentalisierungen führen. (Enwezor 2009: 3729) Die Kunst ermöglicht es, unmögliche Möglichkeiten zu denken, konkrete Lösungen vorzuschlagen und mit ihnen zu experimentieren, wie neue Modelle von Staatsbürgerschaft, transnationale Republiken, alternative Verwertungsketten und Zirkulationen von Gütern und Wissen oder die vollständige Auflösung globaler Grenzen.

Literaturverzeichnis:

Auma, Maisha Maureen: (2016) Keynote Szenenwechsel – Diversität in Kultur und Bildung: Keynote von Prof. Dr. Maureen Maisha Auma.
https://soundcloud.com/user-580913158/szenenwechsel-diversitat-in-kultur-und-bildung-keynote-von-prof-dr-maureen-maisha-auma

Dies.: (2014) Kinderbücher und Empowerment, Heinrich Böll Stiftung,  Heimatkunde, Migrationspolitisches Portal, Interview mit Prof. Dr. Maisha Maureen Eggers, Erziehungswissenschaftlerin und Geschlechterforscherin, Professorin für Kindheit und Differenz (Diversity Studies) an der Hochschule Magdeburg-Stendal über Kinderbücher und Empowerment
https://www.youtube.com/watch?v=o4yvd0ATQ3U&t=449s

Enwezor, Okwui: (2009) THE POSTCOLONIAL CONSTELLATION: CONTEMPORARY ART IN A STATE OF PERMANENT TRANSITION.Terry Smith, Okwui Enwezor, and Nancy Condee. Antinomies of Art and Culture: Modernity, Postmodernity, Contemporaneity (e-Duke books scholarly collection.) (Kindle-Position 3720). Duke University Press. Kindle-Version.

Lanzke, Alice: (2016) Diversity als Etikettenschwindel? Interview mit Sandrine Mikossé-Aikins und Sharon Dodua Otoo, Kultur öffnet Welten. Positionen.
http://www.kultur-oeffnet-welten.de/positionen/position_3392.html

Mörsch, Carmen: (2016) „Stop Slumming! Eine Kritik kultureller Bildung als Verhinderung von Selbstermächtigung“. In: Castro Varela, Maria do Mar; Mecheril, Paul (Hg.): Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart, S. 74.

TEXTE ZUR KUNST #107 Digital. (2017) „Identitätspolitik heute / Identity politics now“, Fuzco, Coco: „Jahrzehnte der Identitätspolitik“, S. 115 ff.

 

Veronika Gerhard ist Künstlerin und Kunstvermittlerin. Sie hat Visual Culture Studies und Film in Berlin und Pittsburgh studiert. 2002 war sie Stipendiatin des Education Project der Documenta11 unter der Leitung von Okwui Enwezor. 2004 lebte sie als Stipendiatin der Cite des Arts in Paris. Ihre Produktion URBAN SOUNDS mit Volkan T. gewann 2013 den Bundeswettbewerb TTJ der Berliner Festspiele. Für ihre Leitung der akademie der autodidakten am Ballhaus Naunynstrasse seit 2010 erhielt sie 2017 den Julie & August Bebel Preis für experimentelle politische Bildung. Ab 2018 geht sie ans GorkiX am Maxim Gorki Theater. Veronika hat eine Tochter.

Einleitung: Themenfeld und Begründungszusammenhang

Themenfeld und Begründungszusammenhang: Der Kulturbetrieb ist jedoch nur bedingt offen für alle, und unter anderem Kunstschaffende mit Flucht- oder Migrationsbiographien sehen sich mit alltäglichen und strukturellen Zugangsbarrieren konfrontiert.

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Ansätze für eine postkoloniale Geschichtsschreibung der kulturellen Bildung in Deutschland

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Soziale Arbeit und unentgeltliches Engagement im Kontext von Flucht

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Trauma und Migration als Prozesse verstehen

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„Da kann man [...] in Fallen tappen, von denen man als Normalsterbliche*r überhaupt keine Ahnung hat.“

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Die interviewte Person möchte anonym bleiben.

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„Ich brauche einen geschützten Raum, nicht mehr“

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Es ist interessant, wie die Leitung des Theatertreffens hier mit großer Selbstverständlichkeit aus der Perspektive eines vorgestellten „Wir“ des deutschsprachigen Kulturbetriebs schreibt: „Wir“ leben in Europa – und zwar mit Pass. Wenn mensch einen Blick auf Leitung und Jury des Theatertreffens 2015 wirft, wird deutlich, dass „wir“ auch weiß sind und alle irgendwas in Richtung Germanistik, Literatur oder Journalismus studiert haben.

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Resümee und Schlussfolgerungen vom Redaktionsteam

„Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es“?
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Praxisorientierte Links zum Thema Flucht / Asyl und Kultur

Empfehlungen von Online-Broschüren und -Beiträgen zum Thema Flucht / Asyl und Kultur.

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Bezeichnungen und Schreibweisen

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English Version: Dossier 'Diversity Sensitive Supervision of Berlin Mondiale'

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