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Resümee und Schlussfolgerungen vom Redaktionsteam

„Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es“?

Im Rahmen unserer Feldanalyse haben wir öfter mit Projektleitungen Debatten über die Frage der Notwendigkeit einer politischen Positionierung zum Asylsystem geführt. An anderer Stelle im Dossier – in unserem Beitrag „Augenhöhe & Empowerment: (Wie) Geht das?“ – sind wir bereits ausführlicher darauf eingegangen, inwieweit unserer Ansicht nach die Frage der Haltung der Beteiligten in solchen Projekten zentral ist und dass im Kontext dieses Feldes strukturelle Ausschlüsse und Benachteiligungen oft ausgeblendet oder verharmlost werden, besonders wenn Projekte von Nicht-Betroffenen durchgeführt werden. Ein häufiges Argument gegen eine explizite Positionierung lautete, mensch* würde doch handeln und sich engagieren und gute Projekte machen, warum müsse mensch* sich dann noch explizit öffentlich positionieren. In anderen Interviews hieß es, mensch* würde im Verborgenen durchaus eine politische Haltung einnehmen, indem zum Beispiel von Abschiebung Bedrohte unterstützt würden; mensch* würde es aber nicht herausposaunen: Eine öffentliche Positionierung wurde hier gar als ein Merkmal von Abgrenzung, Konkurrenz und Profilierungssucht gewertet. Hat Erich Kästner, der Urheber des obigen Zitats, also Recht, und nur im Handeln kann sich Gutes zeigen?

Ja und Nein. Zunächst einmal: Politisch Position beziehen im Sinne einer menschenrechtsorientierten humanen Asylpolitik, die das Recht auf Asyl ohne Kompromisse – „ein bisschen Menschenwürde gibt es nicht“, um ein prominentes Plakatmotiv der Stiftung Internationale Wochen gegen Rassismus zu zitieren – einfordert, dürfte in diesen Zeiten alles andere als gefallsüchtige Profilierung sein. Der Sommer der ‚Willkommenskultur‘ ist längst vorbei und im eisigen (Winter-)Klima der politischen Debatten 2017 dominieren – mensch*  schaue sich nur einmal den Querschnitt der Titel der politischen Talkshowrunden im Fernsehen dieses Jahr an – Panikmache, Restriktion und eine „das Boot ist voll“-Stimmung. Die wenigsten, die lautstark Kritik am herrschenden / geltenden System äußern und Missstände offen benennen, ziehen daraus irgendwelche Vorteile. Sie ecken im Gegenteil an und verlieren im schlimmsten Fall das Wohlwollen ihrer Zuwendungsgeber*innen – ein Grund, warum im Rahmen unserer Feldanalyse einige befragte Projektmacher*innen unbedingt anonymisiert werden wollten, und sicher auch mit ein Grund, warum das Interview über Förderlogik und -problematik in diesem Dossier auf ausdrücklichen Wunsch nur anonymisiert erscheinen durfte.  

Ein anderer, zentraler Grund, warum wir fordern, dass sich im Feld Arbeitende positionieren, ist die Tatsache und der Erfahrungswert, dass sich grundlegende Strukturen, sprich bestimmte Missstände, die keine*r der im Feld Tätigen leugnet, nicht von alleine verändern, solange diese nicht öffentlich problematisiert werde. Gerade im Kontext Asyl, wo die meisten der von uns befragten Projektleitungen äußerten, über die künstlerische Praxis hinaus eine Vielzahl an Aufgaben wie Hilfe bei der Wohnungssuche, bürokratischen Angelegenheiten, Jobsuche et cetera unentgeltlich in Abend- und Wochenendstunden zu leisten und deshalb häufig eine Überforderung und starke Belastung angezeigt wurde, ist die Gefahr sehr groß, dass sich engagierte Projektmacher*innen völlig aufreiben und sich irgendwann aus Überlastung ganz aus dem Feld zurückziehen, wie Mohammed Jouni in einem Interview pointiert zusammenfasst: „Solange sich diese sozialarbeiterischen Projektmacher nicht politisch engagieren und sich nicht als politisch verstehen, sondern immer nur helfen und helfen und helfen wollen, können sie Projekte machen, bis sie umfallen. Solange sie nicht politisch arbeiten, wird sich sowieso nichts verändern.“[1] Dies wird auch durch die hier im Dossier von Nivedita Prasad, Professorin für Soziale Arbeit, formulierte Positionsbestimmung der Sozialen Arbeit als eine Profession, die „selbstverständlich ein politisches und damit auch ein Mandat für strukturelle Veränderung hat“ (in diesem Dossier), bestärkt. Die sicher nicht intendierte, aber faktisch bewirkte Bewahrung des Status quo betrifft nicht nur die Frage sozialarbeiterischer Aufgaben, sondern alle Bereiche des Asylsystems, über die Projektarbeitende immer wieder klagen: etwa die Problematik der aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen (siehe Dossiertext) verunmöglichten Vergütung der Arbeit von Asylsuchenden in den Projekten; oder die Lage auf dem Wohnungsmarkt, die im Beispiel Berlin (aber nicht nur dort), wo die äußerst angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt – und zwar schon vor dem und unabhängig vom Zuzug vieler Asylsuchender – einen Fehlbedarf von circa 120.000 Wohnungen zur Folge hat, und Asylsuchende als schwächstes Glied in der Kette der Wohnungssuchenden voraussichtlich noch mehrere Jahre in Sammellagern weit außerhalb des Stadtzentrums verbringen müssen. Der (vom Zuwendungsgeber explizit so gewünschte) Ansatz von Projekten wie der Berlin Mondiale, die mittels des Konzepts von Tandemprojekten zwischen Unterkünften und Kultureinrichtungen bewirken sollen, dass Asylsuchende und Geflüchtete aus der Peripherie ins Zentrum kommen und kulturell an der Stadtgesellschaft partizipieren können, ist zwar grundsätzlich begrüßenswert, wirkt damit aber allenfalls sehr temporär ‚lindernd‘ auf ein strukturelles Problem ein und kann nur den „Käfig“ […] schöner machen“ (Jouni, Mohammed in: Ziese 2016: 160). Es sollte nicht verschwiegen werden, dass diese Provisorien noch sehr lange anhalten werden. So muss die kritische Frage gestellt werden können, ob nicht anstelle von oder mindestens zusätzlich zu Sonderprogrammen in einem gesamtgesellschaftlichen Sinne für politische Lösungen von sozialräumlichen Bedingungen gekämpft werden müsste: das heißt für eine Verbesserung der Wohnsituation, des (Aus-)Bildungs- und Arbeitsmarkt, für Sprachkurse und so weiter.

 Hier würde dann die Kultur auch einen ganz anderen Stellenwert einnehmen können, als für die Vorbeugung einer ‚Ghettoisierung‘ herhalten zu müssen.

Persönliche Haltung und kritische Reflexion

Die Frage der Positionierung ist ein Aspekt; ein anderer, ebenfalls in unserem Beitrag zu Empowerment (siehe Augenhöhe und Empowerment) bereits thematisierter, ist derjenige der persönlichen Haltung in der kulturellen Bildungsarbeit. Das meint die Reflexion der eigenen Rolle und der Intention und die kritische Überprüfung, ob diese schließlich mit der eigenen Praxis übereinstimmen: Wer profitiert von meiner Arbeit? Welche Stimmen und Perspektiven nehmen welchen Raum in meiner Arbeit ein? Sind Betroffene gleichberechtigt an der Projektausgestaltung beteiligt? Werden womöglich unbeabsichtigt Stereotype oder Kulturalisierungen bedient?

Zur Frage der kritischen Reflexion der eigenen Rolle in Kontexten, in denen die unterschiedliche Ausstattung mit Ressourcen und Rechten besonders zum Tragen kommt, existieren bereits mehrere Handreichungen und Checklisten, auf die wir an dieser Stelle daher lediglich verweisen wollen, um das Rad nicht neu erfinden zu müssen. Zum einen sei auf die prägnante “10-Punkte-Liste für KünstlerInnen” der australischen Geflüchteten-Selbstorganisation RISE verwiesen, die an dieser Stelle auf Deutsch übersetzt zu finden ist. Zum anderen sei auf die Broschüre des Vereins glokal e.V. „Willkommen ohne Paternalismus“verwiesen, die ebenfalls einen Fragenkatalog als praktische Reflexionshilfe enthält und hier downloadbar ist. Und im Rahmen der Arbeit unseres Vorgängerprojekts, also  der wissenschaftlichen Evaluationen der Berlin Mondiale durch Azadeh Sharifi 2015 und 2016, sind ebenfalls Empfehlungen entstanden, die auch jenseits des konkret evaluierten Projekts Grundsatzcharakter haben. Diese haben wir im Anschluss an diesen Beitrag zusammengefasst. Weitere sowie die hier genannten Handreichungen, Dokumente und Checklisten finden sich auf unserer Linkliste.

Diversität als Querschnittsthema

Unsere Beobachtungen haben gezeigt: Wenn Diversität wirklich in Kultur- und andere Institutionen Einzug erhalten soll, dann passiert das nicht von selbst. Es sollte nicht dem guten Willen einiger weniger Personen überlassen werden, die darüber entscheiden, wie divers eine Kulturinstitution ist und wie gelungen sich ein Projekt mit Asylsuchenden gestaltet. Es impliziert eine analytische Brille und Perspektive darauf, dass eine Asymmetrie existiert, auf die personelle Zusammensetzung von Projekten und Repräsentationsformen  in Kunst. Hier gilt es, gezielt Stellschrauben zu verändern und einen Prozess zu beginnen, der Raum für Austausch, Reflexion und Veränderungen schafft. Diversitätsorientierung muss als Querschnittsthema verhandelt werden, welches alle Mitarbeiter*innen und Arbeitsbereiche betrifft – auch die Leitungsebene. Sie sollte in einem divers orientierten Leitbild verankert werden und muss, konsequent weitergedacht, die Bereitschaft zur Anerkennung eines Lernbedarfs und einer Weiterbildung implizieren. Mit anderen Worten: Es bedarf einer Haltung, die sich innerhalb der Institution widerspiegelt und auch nach außen transportiert wird. Es geht darum, generell eine Sensibilität für strukturelle Diskriminierung zu schaffen – als ersten Schritt – und diese in einem zweiten Schritt wiederum strukturell anzugehen. Allein eine ‚Diversitätsbeauftragte‘ einzusetzen, scheint nicht wirklich die Lösung zu sein, wenn Strukturen sich nicht verändern. Und warum sollte diese Form von Mehrarbeit auch ausschließlich bei denen liegen, die von Rassismus und / oder anderen Ausschlüssen betroffen sind? Schließlich handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Im konkreten Fall wird das auch bedeuten, Entscheidungsstrukturen abzugeben. Dafür müsste vielleicht die Frage nach Solidarität im Raum stehen. Statt Mitleid oder des Wunsches nach eigener künstlerischer Verwirklichung mit und über die jeweilige Zielgruppe, die gerade gefragt scheint, könnten wir uns fragen, was solidarisches Handeln hier eigentlich bedeuten kann. Bestimmt geht damit einher, die Deutungshoheit über Projekte ein Stück weit loszulassen, und es erfordert Arbeit. Eine andere Form von Arbeit als beispielsweise eine Zielgruppendefinition. Hier wird sich zeigen, ob die Formel der Diversitätsorientierung in den Institutionen wirklich mit Leben gefüllt wird und nicht nur zu einem Modewort verkommt.

Das Grundproblem der Projektitis

Das Problem der oftmals fehlenden Haltung beginnt nicht nur in den Projekten selber, sondern Haltung muss ebenfalls bei den Förderinstitutionen und politischen Entscheidungsträger*innen entwickelt werden. Der Anspruch von „Augenhöhe“ und „Diversität“ wird zwar zunehmend als Förderziel für Projekte formuliert. Die vorherrschende Förderlogik steht diesen Zielen jedoch selber maßgeblich im Weg. So wie in der kulturellen Bildung allgemein, werden im Kontext Asyl vor allem viele kurzfristige Projekte finanziert. Auf strukturelle Förderung können nur sehr wenige bereits etablierte Institutionen hoffen. Damit werden einem vielschichtigen Komplex von Ausschlussmechanismen vereinfachte, nicht-nachhaltige Lösungsansätze, die zu viel und zu komplizierten bürokratischen Aufwand erfordern, gegenübergestellt: ein klarer Fall von Projektitis.

Weg von der kurzfristigen Ergebnisfixierung hin zu qualitativen Gesamtkonzepten

Statt eines Gießkannenprinzips, das Geld tröpfchenweise verteilt, braucht es strukturelle Förderung, und zwar da, wo künstlerische Arbeit gemacht wird, die keine ästhetische Korrektur komplexer Realitäten darstellt, sondern eine tatsächliche, tiefgreifende Demokratisierung des Kunstschaffens anstrebt. Anstatt eingeschränkte kurzfristige Projektziele zu fordern, die zum Beispiel an künstlerischen Produkten oder Zuschauer*innenzahlen festzumachen sind, sollten Vorhaben unterstützt werden, die langfristig und prozessorientiert arbeiten. Wichtig dabei ist, zu betonen, dass Prozessorientierung nicht Konzeptlosigkeit bedeutet, es scheint jedoch, als ob dies in der Praxis oft verwechselt wird. Hier kommen wir auf die oben beschriebene Haltung der Projektleitenden und die daraus hervorgehende empowernde kulturelle Praxis zurück. Da Ziele wie „Empowerment“ nicht einfach in Produkten, Teilnehmer*innen- und Zuschauer*innenzahlen zu messen sind, muss der Fokus von der kleinteiligen Produktfixierung auf die Stichhaltigkeit eines Gesamtrahmens (der zum Beispiel Haltung, Repräsentation, Inhalte, Produktionsverhältnisse einschließt) gelegt werden. Fördergeber*innen müssen in der Lage sein, gute Konzepte im Sinne einer wirklichen „Diversitätsorientierung“ erkennen zu können.

Profilierungsdruck widerstehen

on der Projektitis und der darin enthaltenen Ergebnisfixierung wegzukommen, hin zu einer Strukturförderung, die prozessorientiert ist, bedeutet auch, Profilierungsdruck zu widerstehen. Mohammed Jouni von Jugendliche ohne Grenzen schreibt, dass kein wirkliches Interesse daran besteht, die Arbeit von JOG strukturell zu fördern. So mangelt es JOG an Räumen, in denen sie sich treffen können (Ziese / Gritschke 2016: 160). Jouni (ebd.) vermutet, dass ein Teil dieses Problems ist, dass mit dieser Art von Förderung kein Flyer geschmückt werden kann, „auf dem man beispielsweise eine weiße Frau oder einen weißen Mann sieht, der mit ‚denen‘ Fahrräder repariert oder mit ihnen kocht, weil sie ja alle so gut kochen können, die Araber. In dem Fall hast du nämlich schöne Plakate und kriegst dafür Gelder. Wenn du aber sagst, die Flüchtlinge wollen sich einfach mal so treffen, die wollen einen Raum für sich haben und sich austauschen, dann ist das vollkommen uninteressant.“

Starre Sparten in der Förderlandschaft aufbrechen

Das Phänomen der Projektitis schafft oft zusätzliche Arbeit für Kulturschaffende, während wichtige Teile der Arbeit unbezahlt bleiben. Das hat nicht nur mit dem hohen bürokratischen Aufwand der  Projektbeantragung und -verwaltung sowie der Ergebnisfixierung zu tun. Was hier auch mit hineinspielt, ist, dass die Förderlandschaft kaum Ausschreibungen hervorbringt, die der Komplexität der Kulturproduktion gerecht werden. Viele der von uns besuchten Projekte haben in der einen oder anderen Form damit zu kämpfen, dass Förderprogramme auf starren Sparten aufbauen, die eine klare Trennung zwischen beispielsweise Hoch- und Soziokultur, kultureller Bildung und politischer Bildung beinhalten. Die meisten Projekte arbeiten jedoch geplant oder ungeplant an Schnittstellen dieser Sparten, da der Alltag des Kunstschaffens im Kontext Asyl dies erfordert, wenn zum Beispiel die Realität von Abschiebung, Wohnungssuche, Prekarität in die Arbeitsprozesse einfällt. Dies hat zur Folge, dass Teile der Arbeit unbezahlt bleiben, da sie von keinem Förderantrag abgedeckt werden. Besonders schwierig ist es für Projekte, die explizit einen ganzheitlichen emanzipatorischen Anspruch verfolgen (wie z.B. Jugendliche ohne Grenzen / GRIPS Theater oder Theater X). Diese Projekte vertreten oft ein Kunstverständnis, das Kunstproduktion prinzipiell nicht losgelöst von seinem sozialen und politischen Kontext betrachtet. Das heißt, die soziale und politische Realität geflüchteter Menschen wird nicht ausgeblendet, sondern stets bewusst mitgedacht. Antragsteller*innen sehen sich jedoch gezwungen, sich Projektanträge auszudenken, die in die eine oder andere Sparte passen. Damit können kurzfristig Gelder akquiriert werden. Viele Teile der Arbeit bleiben dabei jedoch immer unter- beziehungsweise gar nicht finanziert. Wenn  das Ziel von „Diversity“ in der Kulturlandschaft nicht zur Worthülse verkommen soll, so muss auf politischer Ebene die Projektitis zusammen mit einem Umdenken der starren Sparten von Künstlerischem, Sozialem und Politischem angegangen werden.

Entlohnung für Menschen im Asylsystem ermöglichen

Ein weiteres Problem, wenn es um Finanzierung geht, ist, dass mit der Ausschüttung von Geldern im ‚Sommer der Migration‘ 2015, ein neuer Arbeitsmarkt mit Fokus auf „Projekte mit Geflüchteten“ geschaffen wurde, sich aber gefragt werden muss, wer Zugang zu diesen finanziellen Ressourcen erhalten hat. Allein aufgrund der juristischen Hürden, Menschen im Asylverfahren zu bezahlen und einzustellen, liegt es nahe, dass es vor allem Menschen ohne Fluchterfahrung sind, die über diese Gelder bezahlt werden. Aus unseren Erkenntnissen und einigen Beiträgen in diesem Dossier wird klar, dass die rahmengebende Perspektive von Menschen mit Fluchterfahrung in der Kulturproduktion unbedingt gegeben sein muss. Die Schwierigkeit der Vergütung stellt eine große Hürde da. Wie der Beitrag von Nina Hager aufzeigt, ist eine Vergütung von Menschen im Asylsystem wenn, dann überhaupt über eine Festanstellung möglich. Dies ist jedoch im Kultursektor, in dem Festanstellungen allgemein wenig existieren, ein besonderes strukturelles Problem. 

Projektbeantragung für alle möglich machen

Ein grundlegendes Problem bezüglich der Frage, wer Zugang zu Projektgeldern hat, hängt damit zusammen, dass die Projektbeantragung eine Wissenschaft für sich ist (vgl. anonymisiertes Interview S. X). Das liegt an der spezifischen „Antragslyrik“, die oft Schlagwörter enthalten muss, die gekannt und gelernt werden müssen. Desweiteren gibt es kaum Antragsstellung auf verschiedenen Sprachen. Die Prozesse der Antragsstellung müssen zugänglicher gestaltet werden, wenn sie von vielen Menschen genutzt werden sollen.

Das Rad nicht neu erfinden: (bestehende) Expertise anerkennen und fördern

„Flucht“ und „Asyl“ sind keine neuen Phänomene, und es existieren einige (selbstorganisierte) Gruppen, die schon seit Langem auf die Missstände des Asylsystems aufmerksam machen und Strategien entwickelt haben, um Ungleichheitsverhältnisse anzugehen. So gingen  dem oft kommentierten ‚Sommer der Migration‘2015, in dem vor allem die Willkommenskultur viel diskutiert wurde, die selbstorganisierten Proteste geflüchteter Menschen ab 2012 voraus (zum Beispiel Hungerstreiks, Demonstrationen, Märsche von verschiedenen deutschen Städten aus sowie die Besetzung der Gerhart-Hauptmann Schule). Es ist diesen selbstorganisierten Protesten zu verdanken, dass Kritik am Asylsystem in das öffentliche Bewusstsein geraten ist. In diesem Dossier befinden sich auch Beiträge / Referenzen von künstlerisch arbeitenden Gruppen (wie  Jugendliche ohne Grenzen, Club Al-Hakawati, kargah e.V.) die bereits vor dem Hype 2015 wichtige Arbeit im Kontext Asyl geleistet haben. Im Beitrag von Jugendliche ohne Grenzen berichtet Mohammed Jouni, wie sie zusammen mit dem GRIPS Theater bereits vor fast zehn Jahren mit Theaterstücken zu Themen wie Duldung und europäische Außengrenzen durch Deutschland tourten. Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung von Kulturinstitutionen und der kulturellen  Bildung sind emanzipatorische Ansätze eher außerhalb etablierter institutioneller Kontexte und viel in von Geflüchteten und Migrant*innen selbstorganisierten  Zusammenhängen zu finden. Es ist zu bedauern, dass diese Expertise oftmals unsichtbar gemacht wird und die Strukturen, die über lange Zeit mit viel (unbezahlter Arbeit) aufgebaut wurden, nicht gefördert werden. Stattdessen wurden 2015 im Gießkannenprinzip viele Projekte und Institutionen gefördert, die weder persönliche noch politische Expertise und Erfahrung im Kontext Asyl hatten. Nur sehr wenige Kulturinstitutionen scheinen die Bedeutung von bestehender Expertise aus selbstorganisierten Kontexten heraus wahr- und ernstgenommen zu haben. Als eins der sehr wenigen Beispiele kann hier das Haus der Kulturen der Welt genannt werden, das 2016 den Kongress Civil Society 4.0 – Refugees and Digital Self Organization organisierte. Fördergelder sollten dort verortet werden, wo emanzipatorische Strukturen und Wissensbestände bestehen, denn das Rad muss nicht immer neu erfunden werden. Kulturschaffende und -institutionen, die sich erst seit kurzem dem Kontext Asyl zugewandt haben, können von bestehender Expertise lernen (zum Beispiel in Form von Weiterbildungen oder Kooperationen) und dazu beitragen, Selbstorganisation zu stärken.

Abschlussbemerkung: Unsere eigene Rolle im Prozess

Als Critical Friends hatten wir den Auftrag, die Strukturen und Arbeitszusammenhänge in Projekten im Kontext Asyl anzuschauen, good und bad practices zu ermitteln, Empfehlungen für Arbeitsweisen auszusprechen und hervorzuheben, an welchen Stellen und warum wir diese Empfehlungen geben. Uns waren die Herausforderungen eines Austarierens zwischen Nähe und Distanz, Empathie und gebotener Objektivität, wie sie immer bei Feldanalysen zu beachten sind, bewusst, ebenso das Grunddilemma einer teilnehmenden Beobachtung: Die Anwesenheit einer externen Person hat selbstverständlich Auswirkungen auf das Verhalten von Teilnehmenden. Es war uns ein Anliegen, zu vermitteln, dass unser Auftrag nicht darin bestand, einzelne Projekte oder gar Personen zu beurteilen, sondern Rahmenbedingungen, Arbeitsweisen und Grundverständnisse hinsichtlich ihrer Diversitätsorientierung. Die Tatsache, dass wir als Kunstschaffende mit thematischen und / oder biographischen Affinitäten zum Feld auftraten, erleichterte jedoch einige Zugänge, da gemeinsame Anliegen und Interessen identifiziert werden konnten. Gleichzeitig waren wir uns unserer eigenen Privilegien in Relation zu asylsuchenden Kunstschaffenden oder Teilnehmenden in Projekten auch bewusst.

Um ein besseres Verständnis für die  Arbeitspraktiken und Bedürfnisse innerhalb der Projekte zu entwickeln, sind wir dort, wo wir Zutritt erhalten haben, in Workshops und Proben gegangen und haben Gespräche mit den Beteiligten geführt. Die Gespräche fanden je nach Wunsch auf Deutsch, Englisch, Arabisch oder Farsi statt. Aus unserer eigenen Erfahrung in künstlerischen Arbeitsprozessen und dem Wissen um den besonderen Kontext von Flucht und Asyl haben wir versucht, so sensibel wie möglich Teil der Projektprozesse zu werden. Wo es ging oder angeboten wurde, wurden wir zu Mitmachenden (in einem Projekt mit Kindern durfte eine der Critical Friends mit durch eine Kunstausstellung rennen); wo es gewünscht war, saßen wir am Rand und haben zugehört. In manchen Workshops hieß das, mehrere Stunden Menschen in einer Sprache zuzuhören, die wir nicht verstanden haben und dann Teile des Gesprochenen übersetzt zu bekommen. Durch unsere eigene Erfahrungen waren wir uns der impliziten Machtverhältnisse innerhalb des künstlerischen Arbeitens bewusst. Im Kontext Flucht und Asyl vergrößern sich bestimmte Probleme. Eventuell einfach „nur“ durch Sprachbarrieren. Das heißt in der Konsequenz, dass darüber nachgedacht werden muss, wie man die Teilnehmer*innen in die Entscheidungsprozesse mit einbeziehen sollte beziehungsweise kann. Manchmal wurde dieses Einbeziehen nicht genug bedacht, manchmal wurden die Institutionen wirklich nur noch zu Ermöglichern von Projekten, die von Personen mit Fluchterfahrungen initiiert wurden. Eine daraus resultierende Frage war: Welche Projekte will die Kulturinstitution und welche Projekte wollen die Teilnehmer*innen – und decken sich diese Sehnsüchte? Wenn nicht, wie damit umgehen?

Einige Male wurde uns der Zugang in Projekte oder Veranstaltungen auch verwehrt, mit dem Verweis auf safer spaces und sensible Prozesse. Das können wir einerseits gut verstehen und befürworten; andererseits wurde dieser Vorbehalt interessanterweise niemals von freien, nicht-institutionell angebundenen selbstorganisierten Gruppen geäußert, sondern eher von großen / größeren etablierten Kulturbetrieben und Projektleitenden ohne Asyl- oder Rassismuserfahrungen. Wir konnten nicht nachvollziehen, ob dieser Wunsch von Teilnehmenden selbst über die Projektleitung herangetragen wurde, empfinden jedoch die unreflektierte Übernahme von Begriffen / Konzepten aus Zusammenhängen Betroffener von Marginalisierungen in einen privilegierten Kontext problematisch. Gleichzeitig haben wir dabei auch erlebt, wie mit zweierlei Maß gemessen wurde: Wer ist in der Position, sich einer kritischen Debatte über Inhalte und Arbeitsweisen zu entziehen, ohne dafür zuwendungsrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen, und wer nicht? Wessen Bedürfnis nach geschützten Räumen wird unhinterfragt akzeptiert und wessen als Bedrohung erlebt? Auch hier spiegeln sich unserer Meinung nach gesellschaftliche Machtverhältnisse wieder, wie Mohammed Jouni hinsichtlich der Bitte von Selbstorganisationen um geschützte Räume interpretiert:

Und es kann außerdem sein, das ist mein Resümee nach zehn Jahren in dem Bereich, dass die Mehrheitsgesellschaft auch ein bisschen Angst hat, die Kontrolle zu verlieren. Wer weiß, was dabei herauskommt? Nachher wollen sie noch irgendetwas haben oder sie tun sich zusammen, fordern noch mehr und noch mehr. Aber so, wie es jetzt läuft, hat man sie ein wenig im Blick. Die kriegen dann ein bisschen was und einige schöne Projektchen, aber die tun sich nicht zusammen und werden stark. (Jouni, Mohammed in Ziese/Gritschke 2016: 161). 

Institutionen müssen Lernprozesse beschreiten. Ihr Lernen ist allerdings eines am lebenden Objekt.

Manchmal waren wir dabei, wenn ein*e Teilnehmer*in gerade einen Abschiebebescheid bekommen hat. Bei allem Wollen kommt Kunst am Ende nicht gegen die Wirklichkeit an.

Konsequenterweise haben wir auch am eigenen Leib erfahren, dass kritische Begleitungen von Projekten der kulturellen Bildung im Kontext Asyl, die Projektmacher*innen, Institutionen sowie Fördergeber*innen hinsichtlich ihrer emanzipatorischen Haltungen und chancengerechten Durchführung befragen, offensichtlich (auch weiterhin) notwendig sind, oder, um es mit den Worten von Ahmad Haschemi / Meyer / Rotter (in ihrem Beitrag in diesem Dossier) zu sagen: “Niemand in privilegierteren Positionen gibt freiwillig Macht ab. In jedem Fall die wenigsten.” Projekte wie Platz da! in der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), in der die Kunstvermittlerin Steffi Wiens im wahrsten Sinne des Wortes Platz macht, indem sie das ihr zugedachte Stipendium weitergibt an strukturell benachteiligte Personen und damit ganz konkret ihre Privilegien abgibt und weiterreicht, und Menschen, die gewöhnlicherweise keinen Zugang zur gestalterischen Ebene von Kunstinstitutionen erhalten, damit Gestaltungsmacht überträgt, sind seltenste Ausnahmen. Die weitaus häufigere Reaktion, die auch wir erfahren haben, wenn Arbeitsweisen infrage gestellt oder die fehlende Reflexion eigener Privilegien kritisiert wurden, waren Skepsis, Abwehr, Unverständnis, Ausflüchte, Widerstände und Infragestellung unserer Legitimation und fachlichen Kompetenz. Als ‚jung‚ gelesene Frauen of Color mussten wir Letztere besonders unter Beweis stellen.

Unser Anliegen ist nicht, implizit gelernte Rassismen immer wieder zu thematisieren, sondern darum, sich dieser Machtverhältnisse bewusst zu werden und Lernprozesse zuzulassen. Nur so können wir in Zukunft Projekte verwirklichen, die inhaltlich wie auch strukturell kritisch und künstlerisch wertvoll sind.


[1] Ziese, Maren: „Wir sind die Zukunft: Wir bleiben hier. Mohammed Jouni im Interview mit Maren Ziese.“, in: Ziese, Maren, Gritschke, Caroline (Hrsg.) (2016): Geflüchtete und Kulturelle Bildung. Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld, S. 155–165, hier S. 160.

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English Version: Dossier 'Diversity Sensitive Supervision of Berlin Mondiale'

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