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Christine van Haaren über die Notwendigkeit eines Raumes für Aktion und Kooperationen in der Berlinischen Galerie

Museen sind Heterotopien, d.h. an ein System von Öffnungen und Schließungen gebundene Orte, die nicht ohne weiteres für jeden zugänglich sind. Ihr Betreten und Verlassen ist an bestimmte Ein- und Ausgangsrituale sowie auch Barrieren geknüpft. Doch wie genau funktionieren Museen als physische Orte? Wie nutzen wir diese Räume? Wie bewegen wir uns durch sie? Was macht das mit unseren Körpern? Was passiert, wenn man diese Funktionsweisen aufbricht? Die Berlinische Galerie hat seit 2019 ein neues Raumkonzept für ihre Bildungsprojekte etabliert: 207 m². Raum für Aktion und Kooperation. Wir sprachen mit Christine van Haaren, Leiterin Bildung und zugleich Kuratorin für Outreach, über Potentiale von Vermittlungsarbeit in Museen und die Notwendigkeit von Räumen für Vermittlung.

Interview: Justine Donner

Berlinische Galerie / Pascal Rohé

Liebe Christine, die Berlinische Galerie hat im September 2019 einen neuen Raum für Aktion und Kooperation mitten in den Ausstellungsräumen des Museums gegründet. Was steckt dahinter? Wie kam es dazu? Was ist der Unterschied zu eurer bisherigen Arbeit?

Ganz so neu ist das Raumkonzept nicht, da es bereits zur Ausstellung „Dada Afrika. Dialog mit dem Fremden“ genau dies Art von Raum gab, allerdings nur für zwei Monate. Das war ein guter Test, um die tatsächlichen Ressourcen für die langfristige Etablierung eines solchen Raums zu kennen. Danach war klar, dass es einen solchen Raum für längere Zeit in der BG geben soll. Es geht zum einen darum, die Bildungsarbeit zu stärken und auszubauen, die an der BG ohnehin einen wichtigen Stellenwert hat; und auch das Bestehende wie das Atelier Bunter Jakob sichtbarer zu machen. Gleichzeitig soll auch die Aufenthaltsqualität für Einzelbesucher*innen erhöht werden. Für viele Personen ist es anstrengend, sich länger in Museen aufzuhalten. Die Räume sind hauptsächlich auf die Kunst hin  ausgerichtet und es fehlen ausreichend Sitzmöglichkeiten. Zudem wollten wir stärker mit den Besucher*innen in Interaktion treten - jenseits von klassischen Führungen. Neu ist, dass es dafür jetzt tatsächlich Raum gibt. Wir können viel freier und selbstbestimmter als Bildungsabteilung über diese Fläche verfügen und diese mit unseren Themen bespielen. Zuvor war viel mehr abhängig von anderen Abteilungen. Mir ist dadurch klar geworden, dass Raum neue Formen von Freiheit, Selbstständigkeit und auch Handlungsmacht ermöglicht. Auch bei den Gruppen aus unseren Kooperationsprojekten kommt es direkt an, dass es ein Raum für sie ist, um im Museum aktiv zu werden. Auch die Form der Teilöffentlichkeit macht etwas mit den Beteiligten, wie den Jugendlichen, denn sie werden von den regulären Museumbesucher*innen wahrgenommen. Die Motivation an eigenen Projekten ist dadurch eine andere. Den Namen 207 m² haben wir bewusst so abstrakt gelassen, damit wir als Museum programmatisch keine Vorgaben machen und die Inhalte nicht von uns kommen.

Wie du ja bereits gesagt hast, gibt es zum einen die Besucher*innen und zum anderen die in den Projekten aktiv Teilnehmenden. Kannst du über die aktiven Gruppen mehr erzählen?

Mir war es wichtig mit dem Raum Fragen nach Repräsentation zu stellen: Wer wird sichtbar und wer nicht in einem Museum? Dadurch war es wichtig, mit einem relativen breiten Kunstbegriff zu operieren und sich auch mit der Relevanz von Kulturinstitutionen zu beschäftigen. Indem man den aktiven Gruppen ermöglicht, ihre eigenen Ausstellungen in den Museumsräumen zu machen, verschiebt sich auch die Grenze hinsichtlich der Frage, was Kunst ist und was angeblich nicht. Hier lassen sich verschiedene Kunstbegriffe sehr sichtbar nebeneinanderstellen. Dadurch kommt jede*r unweigerlich darüber ins Nachdenken, welchen Kunstbegriff man hat und wen man damit auch ausschließt.

Berlinische Galerie / Pascal Rohé

Wie arbeiten die Gruppen?

Es gibt Gruppen, die bevorzugen die Arbeit in einem geschützten Raum und arbeiten nur im Atelier Bunter Jakob. Der Raum 207 m² hingegen ist sehr offen und ermöglicht keine geschützte Atmosphäre. Er hat auch keinen Wasseranschluss, wodurch die technischen Mittel andere sind. Natürlich können auch die Gruppen, die nur im Atelier arbeiten, auch Ausstellungen für den Ausstellungsraum machen. Die Schulklassen sind hingegen immer in dem offenen Raum.

Wie kann man mitmachen und auch wer?

Der Raum hat zwei Bereiche, wovon einer immer zugänglich ist und in dem keine festen Programme stattfinden. Dort befinden sich ein Sofa, eine Projektionsfläche und temporäre partizipative Kunstprojekte für Einzelbesucher*innen zum Mitmachen. In dem anderen Teil des Raumes finden regelmäßig Workshops und Programme statt. Für diese Termine gibt es eine richtige Raumvergabe von Seiten des Museums. Da muss man mit uns Kontakt aufnehmen. Wir schauen vorher, mit wem wir in Kooperationsprojekten zusammen arbeiten wollen. Es geht uns darum, welche Gruppen können veränderte Perspektiven ins Museum einbringen. In der Regel geht es darum marginalisierte Perspektiven zu stärken. Wir möchten Menschen Zugänge ermöglichen, die sonst Barrieren in Museen und kultureller Praxis ausgesetzt sind. Außerdem haben wir Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit.

Du bist nicht nur die Leiterin der Bildungsabteilung, sondern auch Kuratorin für Outreach. Hat das diese Schwerpunktsetzung beeinflusst?

Der BG geht es, seit sie 2004 an den Standort in der Alten Jakobstraße in Berlin-Kreuzberg gekommen  ist, um einen engen Kontakt zur Nachbarschaft. Das wurde, bis meine Stelle geschaffen wurde, hauptsächlich über die Kommunikationsabteilung geleistet. Dadurch gab es weniger Ressourcen und so waren die Angebote weniger langfristig angelegt und fokussierten sich auf Kinder und Familien in der Nachbarschaft. In den letzten Jahren hat sich aber die Frage, an wen sich Kulturinstitutionen (nicht) richten, stark gewandelt und so ist ein Bewusstsein in der Kulturpolitik, -verwaltung und auf Leitungsebene in den Institutionen entstanden, dass sehr viele Menschen nicht ins Museum gehen. Es wird genauer hingeschaut, wen es noch in der Stadtgesellschaft gibt, für den wir nicht relevant sind. Das soll durch die Abteilung Bildung und Outreach bearbeitet und graduell geändert werden.

Berlinische Galerie / Harry Schnittger

Die Berlinische Galerie ist auch ein positives Beispiel für Inklusion und Barriereabbau, um den Besuch und die Partizipation von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen. Was bietet ihr als Museum an und was kam mit 207 m² hinzu?

Inklusion ist bereits seit 2015 ein zentrales Anliegen des Museums. 2017 konnte dann nach einem zweijährigen Prozess im Projekt „Kultur mit allen Sinnen“ die barrierefreie Dauerausstellung eröffnet werden. Seitdem kann sie selbstständig von blinden und sehbehinderten Personen besucht und wahrgenommen werden. Es gibt ein Leitsystem und damit verbunden eine App, die Orientierungshilfen und Hinweise zu den Kunstwerken liefert, sowie Tastmodelle, worüber auch ausgewählte Kunstwerke haptisch erfahrbar sind. Das war auch ein Eingriff in die Architektur des Hauses und hat ein Bewusstsein für Ausschlüsse geschärft. Seitdem werden alle Eröffnungen sowie regelmäßig Führungen in Deutsche Gebärdensprache übersetzt und es gibt zusätzlich ein Vermittlungsprogramm, das sich speziell an Personen mit Behinderung richtet. Da ist unser Kriterium mit Vertreter*innen der Communities zusammenzuarbeiten, also dass unsere Tastführungen auch von sehbehinderten Kunstvermittler*innen durchgeführt werden oder Workshops in DGS dann auch von tauben Künstler*innen geleitet werden. Schon seit über fünf Jahren kooperieren wir mit einer Schule für taube Kinder und Jugendliche. Dennoch ist es ein Prozess, der nie abgeschlossen sein wird und stets eine Frage der Ressourcen bleibt. Aktuell versuchen wir auf unserer neuen Webseite die Barrieren abzubauen sowie Ausstellungstexte auch immer in Großdruck herausgeben. Wir haben auch einen Referenten für Inklusion und Barrierefreiheit in unserem Team, wodurch wir dieses Thema bei allem, was wir planen, besser im Blick behalten können. Das gilt auch für die Konzeption und Architektur des Raums 207 m²: So haben wir beispielsweise Sichtmarkierungen auf dem Boden und unterfahrbare Tische eingeplant.

Wie verhält sich das Museum als ein Körper in Bezug auf die Nachbarschaft?

Die Nachbarschaft der Berlinischen Galerie hat sich durch Gentrifizierung natürlich über die Jahre auch sehr gewandelt und verändert sich auch weiter. Es sind zahlreiche Neubauten mit vorwiegend Eigentumswohnungen entstanden, gleichzeitig sind wir in der Nähe der südlichen Friedrichsstadt, eines der ärmsten Viertel Berlins mit hoher Kinderarmut, wo die Leute verdrängt werden. 2004, als die Berlinische Galerie an den Standort kam, wollte man aktiv mit der Nachbarschaft zusammenarbeiten, damit das Museum nicht wie ein Ufo wahrgenommen wird. Das Gute ist, dass das Gebäude, eine ehemalige Industriehalle, eine recht zurückgenommene Architektur hat und kein Prachtbau ist. Dadurch fügt es sich leichter in die Umgebung ein. Die Berlinische Galerie hat von Anfang an das offene Atelier angeboten. Ein kostenfreies Programm, in dem Kinder künstlerisch arbeiten können. Den Vorplatz nutzt die Nachbarschaft seither aktiv. Dennoch besteht der Eindruck, dass der selbstorganisierte Besuch des Museums bei vielen Familien, mit denen wir in Projekten zusammenarbeiten, immer noch eine Hürde darstellt. Wahrscheinlich haben sie das Gefühl, dass sie nicht dahin gehören oder es kein Ort für sie ist. Das ist ganz anders, wenn sie mit einem*einer Kunstvermittler*in zusammenarbeiten und zu einer Projektpräsentation eingeladen sind.

Wie erreicht ihr die Nachbarschaft?

Wir arbeiten mit unseren Partnern aus der Umgebung zusammen. Außerdem haben wir gute Kontakte zu den Hausmeistern der umliegenden Wohnhäuser und dürfen Einladungen oder Nachbarschaftsbriefe in den Briefkästen verteilen. Das wird auch gut angenommen.

Berlinische Galerie / Pascal Rohé

Was sind eure eigenen Erfahrungswerte und Erkenntnisse, dass nun die Vermittlung, die in der Regel in Museen begleitend zu Ausstellungen verstanden wird oder eher als ein Neben-/Randprojekt eines Museums läuft, plötzlich zu einem zentralen, sichtbaren und festen Bestandteil des Ausstellungskonzeptes wird?

Es ist ganz deutlich zu sehen, wie anders sich Kinder und Jugendliche wertgeschätzt fühlen, wenn man ihnen sagt: „Hier ist ein Raum und ihr könnt euch etwas dafür überlegen.“ Wir haben beispielsweise eine Gruppe, die wie ein Jugendgremium organisiert ist. Die haben mit einer Grundschulklasse zusammengearbeitet und sich über Wochen ein Konzept überlegt, wie sie ihre Ausstellung in den Raum einbringen, andere Besucher*innen ansprechen und interaktive Materialien entwickeln können. Und das hat natürlich ganz entscheidend damit zu tun, dass man ihnen diesen Freiraum ermöglicht hat. Was ich auch in Bezug auf Körper oder Bewegung wichtig finde: Obwohl es ein Raum im Ausstellungsbereich ist, erlaubt er einem auch, sich anders zu bewegen. Es gibt zum Beispiel keine Aufsicht dort. Ein schönes Beispiel ist unsere Kindervernissage, bei der die Kinder angefangen haben Bilder auf den Boden zu kleben und sich in kürzester Zeit über 70 Personen, auch Erwachsene, daran beteiligt haben. Auch die Aufsichten freuen sich, dass im Museum mehr los ist und das Publikum jünger ist.

Wie kann man sich das vorstellen, wenn an einem eigentlich stillen und bewachten Ort plötzlich Gruppen arbeiten oder sogar ihre Projekte präsentieren? Wie funktioniert das im Verhältnis zum restlichen Museum?

Es gab tatsächlich Unsicherheiten seitens der feien Kunstvermittler*innen, wie es sich beispielsweise mit dem Lärmpegel verhält. Ich habe sie darin bestärkt, dass es ja genau dafür den Raum gibt und es nicht darum geht, die Gruppen zu disziplinieren und ans restliche Museum anzupassen. Und es gab  auch noch keine Beschwerde, die Toleranz ist groß. Und auch viele der Besucher*innen haben großes Interesse an etwas Dynamischem. Für eine Einschätzung zum Verhältnis zum restlichen Museum ist es noch zu früh. Es wäre grundsätzlich wünschenswert, dass sich dieses Verständnis von musealer Praxis auch in den anderen Bereichen etabliert und es nicht damit abgetan wird, dass es ja bereits in der Bildung umgesetzt wird und das dann reicht. Das sind Fragen von Inreach, die erst noch gelernt werden müssen.

Berlinische Galerie / Harry Schnittger

Welchen Einfluss haben die Erfahrungen vom Miteinbezug von bisher in Museen unterrepräsentierten, marginalisierten Communities auch auf deine eigene Arbeit? Gab es eigene Lernprozesse? Was sind die nächsten Schritte, um Museen einladender und zugänglicher zu machen? Zum einen für Besucher*innen, zum anderen auch in Bezug auf Personal?

Ein Lernprozess ist, dass es tatsächlich mehr Zeit braucht, gerade wenn es um interne Strukturen geht. Selbst meine Kolleg*innen verstehen nicht alle, was wir so wirklich tun. Es braucht auch mehr Kapazitäten, um das Wissen in die allgemeine Ausstellungskonzeption mitzunehmen. Jetzt gerade sind wir noch am Experimentieren, wie man mit dem Raum umgehen kann. Erst dann können wir evaluieren, was zu uns passt und was auch leistbar ist. Für mich wäre es auch wichtig, näher an den Gruppen zu sein, aber das ist nur bedingt umsetzbar neben den vielen Besprechungen und sonstigen Aufgaben. Daher ist gute Kommunikation mit den freien Mitarbeiter*innen unabdingbar. Die Langfristigkeit des neuen Raums ermöglicht den langjährigen Vermittler*innen, auch verändert mit den Gruppen zu arbeiten. Die Formate müssen nicht vorgefertigt und angebotsorientiert sein. Auch das Verhältnis zur Institution wird enger und wir arbeiten viel gemeinsam an Konzepten, Ideen und Prozessen. Dadurch muss sich aber auch die Bezahlung ändern, da weniger immer wiederkehrende, eher standardisierte Angebote stattfinden und die langfristige Arbeit mit festen Partnern auch eine andere Vor- und Nachbereitungszeit und mehr Absprachen für die Vermittler*innen bedeuten.

Wie machen sich die Auswirkung durch die Einschränkungen aufgrund von Covid-19 bemerkbar?

Wie wir über Räume denken, hat sich kolossal verändert. Außerdem sind neue Barrieren entstanden. Dadurch dass wir eben auf eine langfristige Zusammenarbeit mit unseren Projekten und der Nachbarschaft setzen, bekommen wir einen Eindruck, wie es den Personen geht. Und es ist natürlich auch eine Frage der sozialen Verantwortung, mit unserem Umfeld zumindest in Kontakt zu bleiben und deren Probleme mitzubekommen. Gleichzeitig können wir als Kulturinstitution kein umfassendes Corona-Krisen-Management leisten. Wir merken, dass der Raum ganz stark dazu beigetragen hat, überhaupt so einen engen Austausch zu haben. Wir sind mit unseren Multiplikator*innen, wie den Sozialarbeiter*innen, kurz nach dem Shutdown in Kontakt getreten. Für die Kinder in den Geflüchtetenunterkünften ist es zum Beispiel eine sehr verschärfte Lage, wo teilweise noch nicht mal Zugang zum Internet gewährleistet ist. Zudem stellt sich die Frage, wieviel Raum für Entfaltung man Zuhause überhaupt hat. Wir versuchen den Faden dennoch nicht abreißen zu lassen. Wir haben beispielsweise Video-Tutorials erstellt und den Kindern Materialen vorbeigebracht. Und mit den Schulklassen halten wir Kontakt über die Lehrer*innen, aber wir gehen aktuell nirgendwo vor Ort hin. Wir müssen dabei die Förderrichtlinien berücksichtigen, da wir sehr viel über Drittmittel finanziert werden, ob wir z.B. Zoom-Konferenzen der Vermittler*innen oder Beschaffung und Versand von Materialien an die Unterkünfte finanzieren dürfen.

Vielen Dank!

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