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Zusammenfassung Kubinaut – Partnerbörse #7 zum Thema "Body-Check"

Am 18. Oktober 2018 fand  die Kubinaut – Partnerbörse Kulturelle Bildung #7 zum Thema Body-Check – Körper und Identität in der Kulturellen Bildung in der Stadtvilla global statt. - Ein Nachbericht in Wort und Bild.

Von Justine Donner

Um in das Thema Körper multiperspektivisch einzusteigen, haben Muna Aikins und Ed Greve in ihrer Keynote  ein Plädoyer für Intersektionalität in der Kulturellen Bildung gehalten sowie ihr Projekt i-Päd vorgestellt.

Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea

Vorab erläuterten die beiden Referierenden gemeinsam das Konzept der intersektionalen Theorie: Diese zielt darauf ab, zu veranschaulichen, dass sich Formen der Benachteiligung nicht zu einer Summe aneinander reihen lassen, sondern in ihren Verschränkungen und Wechselwirkungen zu betrachten sind. Kategorien wie Geschlecht, Klasse, Nationalität, Sexualität, Behinderung, Alter et. stehen sowohl für sich als auch im Zusammenspiel mit den anderen und haben eine Auswirkung, die gesellschaftliche Machtverhältnisse mitkonstituiert .  Dieser Ansatz stammt von der us-amerikanischen Juristin Kimberlé Crenshaw und  entstand innerhalb der schwarzen feministischen Bewegung im Jahr 1989.

Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea

Wenn es um Körper geht, werden bei i-Päd folgende  Ausgangsfragen gestellt:  Was gehört zum Körper, was nicht? Welche Konzepte von Natürlichkeit des Körpers gibt es und welche Auswirkungen haben diese? Z.B. werden bei der Kategorie Gender Rollen wie Frauen = Mütter und Männer = Väter zugeschrieben. Die Arbeit von i-Päd besteht darin, diese Rollen zu dekonstruieren und über tatsächliche Körper und vielfältige Rollenbilder zu reden. Das Ziel besteht darin, allen Menschen ein körperliches Selbstbewusstsein  zu ermöglichen sowie das Verständnis zu schaffen, dass alle Körper gut sind, wie sie sind. So werden bei dem obigen Gender-Beispiel alternative Familienmodelle, wie gleichgeschlechtliche Paare, veranschaulicht. Bei der Analyse und Auswahl von Kinderbüchern ist die Frage der Repräsentation zentral: Wer wird in Büchern auf welche Art repräsentiert? Werden Stereotype reproduziert aufgrund körperlicher Merkmale? Auf der Webseite von i-Päd wird eine Kinderbücherliste zu unterschiedlichen Lebensrealitäten empfohlen.

Weitere Infos zu den intersektionalen Ansätzen des Projekts sind in der Broschüre mit Methoden nachzulesen.

Im Anschluss verteilten sich die Teilnehmenden in die 5 Themenräume.

Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea

Im Themenraum 1: Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Strategien zum Umgang mit Körpern in der Arbeit mit Kitas, Schulen und Jugendvereinen stellten zunächst Stephanie Nordt und Thomas Kugler von der Bildungsinitiative QUEERFORMAT ihre Fortbildungsformate für pädagogisches Fachpersonal sowie u.a. die Broschüre „Sexuelle und Geschlechtliche Vielfalt als Themen frühkindlicher Inklusionspädagogik“ vor.  

Im Anschluss erzählten Ani Lachnitt und Nuray Demir von Caring for conflict von ihren Erfahrungen und Lernprozessen im Projekt und diskutierten über Konflikte, die aufgrund von mangelnder Repräsentation bestimmter Personengruppen in Kultureinrichtungen entstehen können.

Im Themenraum 2: Inklusion in der Kunstvermittlung und Jugendarbeit gab es ebenfalls Präsentationen von Dirk Sorge, der Berlinklusion – Berlins Netzwerk für Zugänglichkeit in Kunst und Kultur anhand von Projekten der Museumsvermittlung veranschaulichte, und von Florian Wagener, der  In*Berlin – Für eine inklusive Jugendkultur vorstellte. Aus einem Vorgängerprojekt sind empfehlenswerte Best-Practice-Methoden zur jugendkulturellen Inklusion von jungen Menschen (mit und ohne Handicap) entstanden.

 

Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea

Im Themenraum 3: Rechte junger Menschen wahren hielt Sibylle Keupen den Vortrag „Augen auf – Kinderschutz in der kulturellen Bildungsarbeit“. Ihre Präsentation kann hier heruntergeladen werden. Das Projekt „DEIN Körper gehört DIR“ von LAG Spiel und Theater Berlin deckte anhand interaktiv vorgespielter Szenen Täterstrategien auf und vermittelte den Teilnehmenden Kinderrechte.

Im Themenraum 4: Körper im Netz leitete Christian Höppner (bildungsideen.org) den Workshop Mobbing, Diskriminierung und übergriffige Kommunikation im Digitalen – nicht das Medium gehört in den Fokus.

Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea

In der Geldbörse (Themenraum 5) präsentierten vier Fördermittelgeber*innen in Kurzvorträgen ihre Programme und klären in anschließenden Gruppengesprächen die offenen Fragen der Teilnehmenden:

Kulturprojekte Berlin GmbH / Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung: Alexandra Giebel, Sarah Schaaf

Aktion Mensch / Förderbereich Inklusion einfach machen / Kinder- und Jugendhilfe: Silvia Koll

Bundesverband Tanz in Schulen / ChanceTanz (Kultur macht stark): Katharina Schneeweis

Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen / InterKulturMachtKunst – KunstMachtInterKultur (Kultur macht stark): Tülay Zengingül

Das vollständige Programm der Partnerbörse steht zum Download zur Verfügung.

Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea
Foto: Kulturprojekte Berlin / Oana Popa-Costea
ZUSAMMENFASSUNG KUBINAUT – PARTNERBÖRSE #7 ZUM THEMA "BODY-CHECK"

Am 18. Oktober 2018 fand die Kubinaut – Partnerbörse Kulturelle Bildung #7 zum Thema Body-Check – Körper und Identität in der Kulturellen Bildung in der Stadtvilla global statt. - Ein Nachbericht in Wort und Bild.

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Foto: Sandra Schuck
Foto: Sandra Schuck
Moveo ergo sum. Künstlerisches Bewegungslernen im inklusiven Zentrum für bewegte Kunst

Das ZBK hat auf der Basis seines bereits 1997 gegründeten Circus Sonnenstich in einem forschenden Dialog gemeinsam mit den Artist*innen Methoden und Handlungskonzepte für eine ganzheitliche Bewegungs- und Bildungskünste ausgearbeitet.

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Foto: Kulturprojekte Berlin / Justine Donner
Zum Nachhören & -lesen: „Typisch Junge, Mädchen, hetero? Ansätze für alternative Rollenbilder in Kultur & Bildung“

Wie lassen sich Vorstellungen über eine geschlechtliche und sexuelle Norm aufbrechen, Akzeptanz erlernen und alternative Lebensentwürfe sichtbar machen? Was können Akteur*innen aus Kunst, Kultur, Jugend und Bildung in ihre Arbeit mit jungen Menschen übernehmen, diese empowern und wie auch sich selbst sensibilisieren?

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Foto: Xenia Dürr
Hörende Privilegien hinterfragen. Hörende Ignoranz kontern.

Ein Interview zur Veranstaltung „Tauber Stressfaktor“ zum Thema Audismus, die jahrhundertelange Diskriminierung Tauber Menschen

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Foto: Kulturprojekte Berlin/ Justine Donner
Zum Nachhören & -lesen: "Ander(e)s Erzählen – Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur"

Welche Vorbilder gibt es in Büchern für junge Menschen? Wie können sich junge Menschen mit marginalisierten Perspektiven auseinanderzusetzen und selbstbestimmt ihre Geschichten erzählen? Wie lassen sich Zugänge zu einem solchen Erzählen schaffen?

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Foto: Kulturprojekte Berlin
Urheber- und Persönlichkeitsrechte in der Kulturellen Bildung

Im Mai 2019 fand das Kubinaut Mediencoaching zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten in der Kulturellen Bildung statt. Paul Klimpel klärte in einem Vortrag über das Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht im KUG auf. Im Anschluss befinden sich noch Erläuterungen zur DSGVO

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